Schaufenster ging zu Bruch, viele Betrunkene, aber das Konzept der Polizei zeigt endlich Wirkung.

Rhein.-Berg. Kreis. Nicht immer blieben in der Vergangenheit die samstäglichen Karnevalsumzüge in Bergisch Gladbach und Kürten insgesamt so friedlich, wie am gestrigen Tag. Zufrieden ist diesmal allerdings die Polizei mit dem Verlauf der Umzüge am Samstag.

In Refrath war es bereits im vergangenen Jahr gelungen, den neuralgischen Punkt an der Vürfelser Kaule durch verstärkte Präsenz der Polizei zu entschärfen. Hierbei handelt es sich um einen Treffpunkt, an dem sich eine bestimmte Klientel immer wieder während der Umzüge trifft und betrinkt.

Während 2013 noch 25 Platzverweise von den Beamten ausgesprochen werden mussten, konnten die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr hierauf bereits komplett verzichten; dafür mussten aber fünf Personen kurzfristig in die Zelle gesperrt werden. In diesem Jahr blieb es bei fünf Platzverweisen; niemand wurde in Gewahrsam genommen. Eine Schlägerei gegen 17.45 Uhr in Höhe der Commerzbank blieb für die Polizei nur eine Randnotiz.

Bensberg: Viele Betrunkene, kaum Platzverweise

In Bensberg blieb es bis zum Ende des Zuges bei lediglich zwei Platzverweisen. Hier bleibt festzustellen, dass es die Einsatzkräfte schon gegen Mittag mit vielen deutlich alkoholisierten Jugendlichen im Bereich des Busbahnhofes zu tun hatten. Aber auch hier habe das das Konzept sichtbarer Polizeipräsenz gezogen.

Auch in Kürten war der Einsatzleiter zufrieden. Lediglich eine Sachbeschädigung im Talblick störte die fröhlich feiernden Jecken. Die Schaufensterscheibe eines leerstehenden Ladenlokals war – offenbar verursacht von einer größeren Personengruppe – zu Bruch gegangen. Hier ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung. Freiheitsbeschränkende Maßnahmen gegen Besucher seien nicht erforderlich gewesen.

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