Etwa 60 Reiter konnten in der Kämersheide das Kämpfen zu Pferd lernen.

Die ersten Übungen wurden mit festem Boden unter den Füßen absolviert. Dann erst ging es auf den Pferderücken.  Fotos (2): Doro Siewert
Die ersten Übungen wurden mit festem Boden unter den Füßen absolviert. Dann erst ging es auf den Pferderücken. Fotos (2): Doro Siewert

Die ersten Übungen wurden mit festem Boden unter den Füßen absolviert. Dann erst ging es auf den Pferderücken. Fotos (2): Doro Siewert

Die Pferde grasen nebeneinander auf der Koppel, während die Reiter auf der Wiese zelten.

Siewert, Doro, Bild 1 von 2

Die ersten Übungen wurden mit festem Boden unter den Füßen absolviert. Dann erst ging es auf den Pferderücken. Fotos (2): Doro Siewert

Burscheid. Auf kleinen provisorischen Koppeln stehen Pferde nebeneinander. Neugierig beäugen sie die neue Umgebung und vor allem die unbekannten Nachbarn hinter der Umzäunung. Langsam beschnuppern sich die Vierbeiner und fast könnte man meinen, dass es so aussehen muss, wenn Tiere Freundschaft schließen.

Am Wochenende verwandelte sich die große Wiese hinter dem Sieferhof in der Kämersheide zu einem Schlaflager für Mensch und Tier.

Einige sind neun Stunden nach Burscheid geritten

Die Pferde konnten in kleinen Paddocks unter freiem Himmel untergebracht werden und ihre Besitzer machten es sich in Zelten bequem. Der Regen machte dabei kaum jemandem zu schaffen. Ganz im Gegenteil: Das Gefühl von Abenteuer gefiel den Teilnehmern.

Anlässlich des Landessternritts der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer (VFD) reisten am Freitag die Reiter an, um das programmreiche Wochenende auf dem Sieferhof zu verbringen. „Wir sind von Wuppertal-Ronsdorf angereist“, erklärt Silvia Hörster aus Remscheid. Doch nicht etwa mit Auto und Pferdehänger sind sie nach Burscheid gekommen: „Wir sind den ganzen Weg geritten. Etwa neun Stunden haben wir dafür gebraucht“, sagt sie.

Besonders faszinierend findet sie, wie ruhig und gelassen die Stimmung während der Veranstaltung ist: „Von üblichen Turnieren kennt man die Hektik und den Druck. Hier ist es viel angenehmer und harmonischer.“ Vor allem habe sie eine gewisse Skepsis gehabt, ob sich die fremden Pferde so dicht beieinander verstehen würden. „Aber es klappt“, sagt sie erfreut.

Die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer (VFD) vertritt seit 1973 die Interessen von Reitern. Sie gliedert sich in Landes, Bezirks-, Kreis- und Ortsverbände.


Der 11. NRW Landessternritt wurde vom VFD-Ortsverband Leverkusen organisiert. Den Namen hat die Veranstaltung, weil die Reiter traditionell aus allen Himmelsrichtungen des Bundeslandes kommen, um sich zu treffen.

Am Samstag machten sich die etwa 60 Teilnehmer auf den Weg zu einem gemeinsamen Ausritt. Rund um Burscheid lernten sie zu Pferd die Umgebung kennen: „Wir sind an der Lambertsmühle vorbei geritten und durch die kleine Ortschaft Dürscheid“, sagt Hörster.

Nachmittags wurde den Reitern noch ein besonderer Höhepunkt geboten: Bei einem Workshop konnten sie lernen, wie man im wilden Galopp mit Pfeil und Bogen vom Pferd aus schießt. Nach einigen Trockenübungen ohne die Pferde wurde es ernst: Auch Silvia Hörster nahm mit ihrer Stute ,Shadow’ teil.

Ob das karamell-farbene Pferd ruhig bleiben wird? „Die ist ganz cool, ich glaube nicht, dass sie dabei beunruhigt sein wird“, sagt sie. Nur sich selbst traute sie die Aufgabe kaum zu: „Ich bin diejenige, die Probleme haben wird alles zu koordinieren.“ Nach Ausritt und Bogenschießen konnten sich Pferde und Reiter entspannen. Zum Ausklang des Abenteuers wurde Countrymusik gespielt.

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