Zugangssteg und Entnahmeturm müssen vom Rost befreit werden. Kosten: 250000 Euro.

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Die Dhünntalsperre wurde im Jahr 1987 in Betrieb genommen. (Archiv

Die Dhünntalsperre wurde im Jahr 1987 in Betrieb genommen. (Archiv

Draheim

Die Dhünntalsperre wurde im Jahr 1987 in Betrieb genommen. (Archiv

Rhein.-Berg. Kreis. An der Dhünntalsperre herrscht seit gestern hektische Betriebsamkeit. Mitarbeiter des Wupperverbands haben gestern begonnen, den Zugangssteg zum Entnahmeturm an der Vorsperre Große Dhünn zu sanieren. Zunächst wird die Baustelle vorbereitet.

Nach einer Betriebszeit von 47 Jahren weist die Oberflächenbeschichtung des Zugangsstegs und des Entnahmeturms inzwischen an verschiedenen Stellen Ablösungen und Hohlstellen auf.

Die Bewehrung des Betons, das heißt der im Beton enthaltene Stahl, ist korrodiert und muss saniert werden. Zur Vorbereitung auf die Arbeiten hat der Wupperverband die Stauhöhe in der Vorsperre Große Dhünn um 1,50 Meter abgesenkt.

Der Zugangssteg wird mit einem Hochdruckwasserstrahl gereinigt. Anschließend erhalten der Steg und der Entnahmeturm eine Schicht aus Spritzbeton als Oberflächenbeschichtung. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Oktober dauern. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme betragen 250000 Euro.

Um die Baustelle einzurichten, müssen die Baustellenfahrzeuge den Wanderweg A1 vom Wanderparkplatz Neumühle bis zum Damm der Vorsperre befahren. Auch bei der Anlieferung des Betons und am Ende der Bauarbeiten wird es auf dem Wanderweg gelegentlich Baustellenverkehr geben. Der Wanderweg bleibt dennoch während der gesamten Bauzeit für Spaziergänger geöffnet.

Über den Entnahmeturm wird Wasser in die Hauptsperre geleitet

Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen.

Der Wupperverband betreibt zwölf Talsperren, elf Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.

Die heutige Vorsperre Große Dhünn wurde von 1960 bis 1962 als Trinkwassertalsperre gebaut. Über den Entnahmeturm wurde Wasser aus dem Staubecken entnommen und zur Trinkwasseraufbereitung weitergeleitet. Heute wird der Entnahmeturm vor allem dazu genutzt, Wasser aus der Vorsperre in die Hauptsperre der Großen Dhünn-Talsperre zu leiten.

Seit dem Bau der Großen Dhünntalsperre (1975 bis 1985, Inbetriebnahme 1987) dient die Vorsperre Große Dhünn dem Gewässerschutz. Nähr- und Trübstoffe aus den Zuläufen der Großen Dhünn-Talsperre können sich in den Vorsperren absetzen und gelangen somit nicht in die Hauptsperre. Die Vorsperren haben daher eine wichtige Funktion zur Reinhaltung des Wassers der Hauptsperre.

Während in der Hauptsperre der Wasserstand schwankt, bleibt er in den Vorsperren konstant. So werden gleich bleibende Lebensbedingungen als Grundlage für eine artenreiche Fauna und Flora sichergestellt. Die Vorsperre Große Dhünn ist mit einem Stauinhalt von 7,5 Millionen Kubikmetern die größte der insgesamt 17 Vorstauanlagen der Großen Dhünn-Talsperre.

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