Alles deutet darauf hin, dass die Revea auch künftig in Burscheid zuständig bleibt.

Die Revea-Verwaltung in Heide. Das Unternehmen ist seit Anfang dieses Jahres und wohl auch weiterhin der Müllentsorger der Stadt.
Die Revea-Verwaltung in Heide. Das Unternehmen ist seit Anfang dieses Jahres und wohl auch weiterhin der Müllentsorger der Stadt.

Die Revea-Verwaltung in Heide. Das Unternehmen ist seit Anfang dieses Jahres und wohl auch weiterhin der Müllentsorger der Stadt.

Duhme

Die Revea-Verwaltung in Heide. Das Unternehmen ist seit Anfang dieses Jahres und wohl auch weiterhin der Müllentsorger der Stadt.

Burscheid. Am Freitag um 15 Uhr tritt in Lindlar die Verbandsversammlung des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (Bav) zusammen. Dann soll die Entscheidung fallen, wer ab 2016 in Burscheid, Leichlingen und Radevormwald die Müllabfuhr übernimmt. In Burscheid wird sich aller Voraussicht nach nichts ändern: Revea soll wieder den Zuschlag erhalten.

Das Unternehmen, Tochter von Remondis und Reloga, die wiederum zu gleichen Teilen dem Bav und der Stadt Leverkusen gehört, hatte die Müllentsorgung Anfang des Jahres von Remondis übernommen. Aber zum Ende dieses Jahres war der Vertrag seitens des Bav gekündigt worden. Die Hoffnung dahinter: Über die gemeinsame Ausschreibung für die drei Kommunen könnten sich am Ende Entlastungen für das Gebührenniveau ergeben.

Nur drei Bewerbungen lagen vor

Groß war die Resonanz auf die europaweite Ausschreibung allerdings nicht: Ganze drei Bewerbungen sollen vorgelegen haben, darunter noch ein weiterer Entsorger aus der Region. Auch wenn die Ausschreibung in vier Lose für jede der drei Kommunen und die gemeinsame Schadstoffsammlung aufgeteilt wurde, ist gut möglich, dass Revea am Ende überall zum Zuge kommt. Ob sich aber die ersehnten Gebühreneffekte wirklich einstellen, dazu liegen den Politikern bisher keine Berechnungen vor.

Dennoch herrscht die Einschätzung vor, dass die Kündigung und neuerliche Ausschreibung der richtige Weg war. Pikant dabei: Der Bav war federführend bei der Ausschreibung, ist aber zugleich Anteilseigner am Bewerber Revea. Bav-Geschäftsführerin Monika Lichtinghagen-Wirths reagierte auf entsprechende Nachfragen seitens der Kommunalpolitiker mit dem Hinweis, die Ausschreibung wie auch die Auswertung der Angebote seien an ein externes Büro vergeben worden.

Wenn die Verbandsversammlung am Freitag ihre Entscheidung gefällt hat, haben die Bieter noch eine zehntägige Einspruchsfrist. Erst dann kann der Vertrag für die nächsten sechs Jahre unterzeichnet werden.

In Burscheid gab es seit Mitte der 1970er Jahre zwar drei Namen, aber dahinter steckte zumindest in Teilen immer derselbe Entsorger: Rethmann, Remondis, Revea. Alles spricht dafür, dass sich daran auch in den nächsten sechs Jahren nichts ändert.

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