60 Mitarbeiter des Evangelischen Kirchenkreises richten sich neu ein – die meisten von ihnen auch in einer neuen Verwaltung.

Verwaltungsleiter Michael Posthaus hat sich sein Büro ausdrücklich mittendrin gewünscht – in der dritten von fünf Etagen.
Verwaltungsleiter Michael Posthaus hat sich sein Büro ausdrücklich mittendrin gewünscht – in der dritten von fünf Etagen.

Verwaltungsleiter Michael Posthaus hat sich sein Büro ausdrücklich mittendrin gewünscht – in der dritten von fünf Etagen.

Verwaltungsleiter Michael Posthaus hat sich sein Büro ausdrücklich mittendrin gewünscht – in der dritten von fünf Etagen.

Burscheid. An diesem Morgen ist Michael Posthaus besonders früh aufgestanden. Der Verwaltungsleiter des Evangelischen Kirchenkreises wollte morgens um 7 Uhr der Erste am Haus der Kirche auf dem Schulberg sein, um alle Mitarbeiter an ihrem neuen Arbeitsplatz begrüßen zu können.

Die Baustelle auf der Leverkusener Brücke hat ihm bei der Anfahrt vom heimischen Bedburg dann doch einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wen er an diesem Montagmorgen im Foyer des früheren Internats abpasst, der begegnet ihm gut gelaunt. „Alle freuen sich, dass es endlich losgeht.“

Der Parkplatz vor dem Gebäude ist komplett belegt, viel Spielraum wird es da auch künftig nicht geben. Manche Mitarbeiter kommen auch mit dem Rad, andere mit Bus und Bahn – und da kann es schon mal dauern, gerade wenn man aus dem Südkreis anreist.

Jetzt sind sie alle mit dem Einräumen beschäftigt. Ein Umzugsunternehmen hatte die in der vergangenen Woche eingepackten Kartons und verplombten Gitterregalwagen mit den Aktenordnern am Donnerstag und Freitag auf die Etagen und Büros verteilt.

Aus fünf Verwaltungen wird eine zentrale

Für die 45 Verwaltungskräfte ist im Gegensatz zu den 15 Mitarbeitern des Familien- und Erwachsenenbildungswerks, des Jugendwerks, des Schulreferats und der Notfallseelsorge nicht nur der Arbeitsplatz neu. Sie finden sich gleich in einer ganz neuen Verwaltung wieder. Denn der Kirchenkreis hat den Umzug genutzt, um als erst zweiter der knapp 40 Kirchenkreise in der rheinischen Landeskirche die Verwaltungsstrukturreform umzusetzen, die bis spätestens 2017 gefordert ist. Rechtlich ist dieser Zusammenschluss von bisher fünf zu einer einzigen Verwaltung für den Kirchenkreis und seine 13 Gemeinden schon seit September wirksam. Aber in der Praxis wird er erst jetzt umgesetzt.

Ein Beispiel, was das bedeutet, ist Michael Angermund. Bisher war er Verwaltungsleiter des Gemeindeverbandes Niederwupper, der die Verwaltungsarbeit für sechs Gemeinden übernahm, darunter Burscheid. In der neuen Zentralverwaltung ist er Personalleiter. Knapp tausend Personalfälle im gesamten Kirchenkreis werden von seiner Abteilung bearbeitet. „Jetzt bin ich nicht mehr für alles zuständig. Dafür muss ich mich im Personalbereich stärker einarbeiten und auch Fortbildungen machen“, sagt er über seine Wunschstelle in der neuen Konstruktion.

Die Sitzungen des Burscheider Presbyteriums und seiner Ausschüsse wird er aber wie bisher als Verwaltungskraft begleiten – wenn das in Burscheid gewünscht ist. Denn anders als bisher gibt es seitens der neuen Verwaltung Wahl- und Pflichtleistungen. Die Gemeinden können in Teilbereichen entscheiden, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen wollen – und entsprechend mehr oder weniger Umlage zahlen.

Der Nebeneingang zum Haus der Kirche öffnet sich wieder, Superintendent Gert-René Loerken betritt das neue Gebäude mit einem Wäschekorb voller Büromaterial. Sein Büro befindet sich im obersten Stock und bietet ein ganz besonderes Panorama: Der oberste Repräsentant der Protestanten im Kirchenkreis hat täglich den katholischen Dom zu Köln im Blick.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer