Der Betrieb hat seinen Personalstamm in den letzten zehn Jahren von 80 auf 120 Mitarbeiter erhöht.

Personennahverkehr
Die Geschäftsführer Ralf Weltersbach (l.) und Holger Wiedenhoff übergeben zum Firmenjubiläum einen symbolischen Scheck an Aline Vogel von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Die Geschäftsführer Ralf Weltersbach (l.) und Holger Wiedenhoff übergeben zum Firmenjubiläum einen symbolischen Scheck an Aline Vogel von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Der erste Bus des Unternehmens im Jahre 1924. Archiv

Doro Siewert, Bild 1 von 2

Die Geschäftsführer Ralf Weltersbach (l.) und Holger Wiedenhoff übergeben zum Firmenjubiläum einen symbolischen Scheck an Aline Vogel von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Burscheid. Das Busunternehmen Wiedenhoff feiert am Samstag sein 90-jähriges Bestehen. Anlass für die Geschäftsführer Ralf Weltersbach und Holger Wiedenhoff, auf die erfolgreich Firmengeschichte zurückzublicken. Hier nur ein Beispiel für die jüngste Entwicklung: Das Unternehmen hat in den vergangenen zehn Jahren seinen Personalbestand um 50 Prozent von 80 auf 120 Mitarbeiter erhöht.

Bislang noch keine Einbußen durch weniger Schüler

Doch der demografische Wandel macht auch vor den Busunternehmen nicht Halt. Weniger Schüler, weniger Fahrten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) – zumindest in bestimmten ländlichen Regionen. Und so blicken auch die Verantwortlichen im Hause Wiedenhoff durchaus kritisch in die Zukunft. „Wir haben aber nicht das Problem mit dem ÖPNV, das es im Oberbergischen Kreis gibt“, erläutert Geschäftsführer Ralf Weltersbach.

Personennahverkehr
Die Geschäftsführer Ralf Weltersbach (l.) und Holger Wiedenhoff übergeben zum Firmenjubiläum einen symbolischen Scheck an Aline Vogel von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Die Geschäftsführer Ralf Weltersbach (l.) und Holger Wiedenhoff übergeben zum Firmenjubiläum einen symbolischen Scheck an Aline Vogel von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Der erste Bus des Unternehmens im Jahre 1924. Archiv

Wiedenhoff, Bild 1 von 2

Der erste Bus des Unternehmens im Jahre 1924. Archiv

Die Busse seien weiter mit Schülern ausgelastet, bestätigt auch Holger Wiedenhoff: „Auf der Linie 252 bringen wir morgens sogar zwei Busse mit Schülern aus Burscheid und Leichlingen nach Solingen.“ Laut Weltersbach gebe es sogar noch zusätzlichen Bedarf. Insbesondere Leichlingen gelte mit seiner Mittellage als Zuzugsgebiet für junge Familien, die im so genannten Speckgürtel wohnen wollten. Ob die Entwicklung mit der neuen kirchlichen Gesamtschule in Burscheid eine andere werde, könne noch nicht abgeschätzt werden.

Die Entwicklung in Sachen Umweltschutz allerdings schon. Zukunft hätten nur noch besonders umweltschonende Fahrzeuge, sagen die beiden Geschäftsführer. Vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen zwei neue Linienbusse mit besonders emissionsarmen Motoren der so genannten Euro-6-Norm angeschafft. Diese haben im Vergleich zu den bereits ebenfalls sparsamen Euro-5-Motoren unter anderem bei den Stickoxiden deutlich verbesserte Werte.

„Im Jahre 2004 produzierten wir mit unseren Linienbussen bei einer Jahreskilometerleistung von rund zwei Millionen etwa 83 Tonnen Emissionen. Im Jahre 2014 werden wir bei gleicher Kilometerleistung etwa 40 Tonnen an Schadstoffen produzieren“, erklärt Wiedenhoff.

Vier Busse neuester Generation kommen jährlich dazu

52 Fahrzeuge befinden sich im Fuhrpark des Unternehmens. Davon sind 32 Linienbusse. Auch der Burscheider Bürgerbus gehört zu der Flotte der Firma Wiedenhoff.

Von den insgesamt rund 120 Mitarbeitern sind 81 Busfahrer (davon zehn weibliche) und zehn Mitarbeiter in der Werkstatt. 22 Personen sind in der Verwaltung beschäftigt.

Und Feier 9000 Euro hat das Unternehmen der Deutschen Knochenmarkspenderdatei gestiftet. Eine Feier gibt es heute nur für Mitarbeiter und Ehemalige in Haus Klippenberg.

Etwa vier der Busse neuester Generation werden jedes Jahr dazukommen, sagen die Geschäftsführer. Dagegen bezweifeln die Verantwortlichen allerdings aktuell, dass sich Elektrobusse durchsetzen. Zudem zweifelt Sohn Constantin Wiedenhoff, der für die nächste Geschäftsführungs-Riege in den Startlöchern steht, an, ob sich die derzeitige Technologie unter Umweltschutzgründen rechne. „Wenn man die ganze Umweltbilanz sieht, ist es fraglich, ob sich das rentiert.“ Schließlich würden die Akkus noch über den halben Planeten geschickt, bevor sie eingebaut werden können.

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