Im Burscheider Bad eröffnet eine Finnische Textilsaune. Bis zu zehn dieser Anlagen gibt es nur in Deutschland.

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Die Tischler Stephan Espeter und Alexander Sommer (r.) bauen die Saune im ehemaligen Kühlhaus des Schwimmbads aus.

Die Tischler Stephan Espeter und Alexander Sommer (r.) bauen die Saune im ehemaligen Kühlhaus des Schwimmbads aus.

Doro Siewert

Die Tischler Stephan Espeter und Alexander Sommer (r.) bauen die Saune im ehemaligen Kühlhaus des Schwimmbads aus.

Burscheid. In wenigen Tagen ist das Burscheider Bad um eine Attraktion reicher: Am Montag, 20. Juli, wird im Wellness-Bereich neben den Dampfbädern eine Finnische Sauna eingeweiht. Bis zu 20Badegäste können dort Platz nehmen. Voraussetzung in dem Familienbad: Es handelt sich um eine Textilsauna, die nur in Badekleidung benutzt werden darf.

"Es gibt nur fünf bis zehn dieser Anlagen in Deutschland in öffentlichen Bädern, die in Badekleidung benutzt werden", erklärt Siegfried Thielsch, Geschäftsführer der Burscheider Stadtwerke, der damit ein weiteres Attraktivitätsmerkmal des Burscheider Bades herausstreicht. Die Konkurrenz in der Region sei groß, da müsse man immer die Augen aufhalten. Die Anregung für die Finnland-Sauna sei aber von den Badegästen selbst gekommen.

Wellness-Bereich wird durch die Finnland-Sauna abgerundet

Verwirklicht wird die Abrundung des Wellness-Bereichs im ehemaligen Kühlhaus, das jetzt im Erdgeschoss einen sinnvolleren Platz gefunden hat. Die Fliesenleger haben bereits ihre Arbeit erledigt, am Mittwoch kümmerten sich die Tischler Stephan Espeter und Alexander Sommer der Dülmener Firma "B&S Finnland Sauna" um den Innenausbau.

Benutzt wird das Holz von finnischer Polarfichte. "Es wird nur das Holz aus dem Kern genommen", erklärt Betriebsleiter Achim Borgmann. Das sei der härteste Bestandteil des Holzes und zeichne sich dadurch aus, das es atmungsaktiv, nicht harzend, aber besonders aromatisch sei.

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Sauna, in der man laut Borgmann "schwitzt wie in einer Plastiktüte", sei das Klima in der Finnland-Sauna bei 80 bis 90 Grad angenehmer. Die Feuchtigkeit könne durch das atmungsaktive Holz hindurchtreten und hinter der Verschalung zirkulieren. Die Temperatur werde per Strom (15 KW) erzielt: 44Kilogramm Peridotit-Steine werden aufgeheizt und dienen als Ofen für die Sauna.

Teurer wird das Saunavergnügen für die Besucher nicht, verspricht Thielsch. Und für alle ohne Saunaerfahrung gibt es eine schriftliche und nach Wunsch auch persönliche Einweisung. Nur zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, erklärt Borgmann: "Die Benutzer müssen gesund sein und Kinder dürfen nur in Begleitung Erwachsener rein."

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