Die ausverkaufte „tobende Sporthalle“ hat viele treue Fans.

Auch Karneval ist Mannschaftssport: vergnügtes Gruppenbild im Einheitslook.
Auch Karneval ist Mannschaftssport: vergnügtes Gruppenbild im Einheitslook.

Auch Karneval ist Mannschaftssport: vergnügtes Gruppenbild im Einheitslook.

Jürgen Venn

Auch Karneval ist Mannschaftssport: vergnügtes Gruppenbild im Einheitslook.

Burscheid. Wer wissen will, was den Karneval in Ösinghausen ausmacht, benötigt maximal fünf Minuten, um das festzustellen. Es ist die familiäre Atmosphäre in der "tobenden Sporthalle", der muckeligen Heimstätte des Turnerbundes Groß-Ösinghausen (TBÖ), die Jahr für Jahr die Jecken anzieht.

Am Samstagabend war es wieder so weit und auch diesmal ging das Erfolgsrezept für eine gelungene Karnevalsparty auf - auch wenn man bei der winterlichen Atmopshäre und dem leichten Schneefall problemlos ein Winterfest hätte feiern können.

Die eigentlich schon längst im Ruhestand befindliche Band Mikados, die nur noch einmal im Jahr beim TBÖ auftritt, brachte schon um kurz nach acht einen Schunkel-Hit nach dem nächsten. Was zur Folge hatte, dass die Tanzfläche in der ausverkauften Halle am Weidenweg schon zu früher Stunde mit Cowboys, Indianern und Mickey Mäusen bevölkert war.

Stammgäste aus Hamburg, Aachen und Mainz

TBÖ-Vorsitzender Karl Heinz Trenzen konnte wieder zahlreiche Stammgäste, unter anderem aus Hamburg und den Karnevals-Hochburgen Aachen und Mainz, begrüßen. "Viele von den Weitgereisten sind mit unseren Vereinsmitgliedern befreundet und ihr Besuch bei uns ist einfach ein Muss. Am Dienstag sind sie aber wieder in der Heimat, um dort Karneval zu feiern", so Trenzen.

Für die gebürtige Dänin Lone Zillgen war der Karnevalstrubel anfangs noch gewöhnungsbedürftig, denn in ihrer Heimat kennt man die jecke Tradition nicht. "Ich finde es aber mittlerweile toll. Insbesondere, dass ein Sportverein so eine Veranstaltung auf die Beine stellt. Es ist wichtig, so etwas zu unterstützen." Nur bei den kölschen Liedern hat Lone Zillgen ab und an noch Verständnisprobleme - nicht so bei ihrem Lieblingslied "Dicke Mädchen". "Ich verstehe nicht immer alles, aber die Hauptsache ist, dass man mitschunkeln kann."

Auch beim TBÖ gilt: Nach dem Fest ist vor dem Spiel. Damit die vereinseigene Halle in dieser Woche wieder als Sportstätte genutzt werden kann, mussten die Mitglieder am Sonntagnachmittag Aufräumarbeit leisten. "Generell ist es mühseliger, Leute für den Abbau als für den Aufbau zu finden", hat TBÖ-Vorsitzender Trenzen festgestellt. Doch auch diese Übung gelang.

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