Ramsaran Kapoor streitet mit dem „Quelle“-Versand um 5000 Euro, die er zuviel gezahlt hat.

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Teures Missgeschick: Ramsaran Kapoor mit den Karten, die ihm so viel Ärger gebracht haben.

Teures Missgeschick: Ramsaran Kapoor mit den Karten, die ihm so viel Ärger gebracht haben.

Siewert

Teures Missgeschick: Ramsaran Kapoor mit den Karten, die ihm so viel Ärger gebracht haben.

Burscheid. Das Corpus Delicti sind zwei schlichte Pappkartons mit Spielkarten. Spielkarten im Wert von 50,36 Euro, die bei den kleinen Kunden von Ramsaran Kapoor sehr gefragt sind. Doch wenn der 52-Jährige heute nachdenkt, welchen Ärger ihm diese Karten eingebracht haben, hätte der Geschäftsmann, der an der Kölner Straße in Hilgen ein Lotto- und Totoannahmegeschäft führt, wohl lieber auf sie verzichtet.

Wie jeden Sonntag hatte Kapoor am 31. Mai fällige Rechnungen per Computer an seine Lieferanten überwiesen. Darunter auch jene für besagte Spielkarten, die er beim Versandhaus Quelle geordert hatte. Doch hier unterlief ihm ein Missgeschick: Statt 50,36 Euro überwies er wegen eines Kommafehlers 5036 Euro an das Fürther Unternehmen. 4985,64 Euro zuviel. Viel Geld für einen kleinen Geschäftsmann wie Kapoor. Geld, das nach seiner Aussage bis heute nicht wieder auf seinem Geschäftskonto gelandet ist.

Dafür hat der Geschäftsmann kein Verständnis: "Warum haben die das zuviel bezahlte Geld nicht einfach zurückbezahlt?" Mit dieser Frage habe er den Kundenservice des Versandhauses sogleich konfrontiert, als er drei Tage später beim Durchsehen seiner Belege den ärgerlichen Lapsus bemerkte.

Fast täglich hat Kapoor seit Ende Mai mit Quelle telefoniert

Innerhalb der nächsten drei Tage sei das Geld wieder auf dem Konto, habe ihm der Kundenservice versichert. Passiert sei jedoch bis heute nichts, obwohl Kapoor seit über einem Monat fast täglich mit Quelle telefoniert hat. "Die haben mich immer nur weiter angelogen", sagt der 52-jährige mit Zorn in der Stimme.

Jetzt steckt Kapoor in der Klemme: Der Außenstand belastet sein Geschäftskonto erheblich, was zu Lasten der Zahlungen an seine übrigen Lieferanten geht. Und durch die Insolvenz des Quelle-Mutterkonzerns Arcandor werden seine Aussichten, den vollen Betrag zurück zu bekommen, nicht besser, glaubt er. Darum hat er jetzt einen Anwalt eingeschaltet.

Eine Lehre hat Kapoor aus seinem Fehler gezogen: Die nächsten zwei Kartons mit Spielkarten wird er nicht mehr bei Quelle kaufen: "Die sind für mich gestorben."

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