Die Entscheidung für Geilenbach/Oberlandscheid als Ersatz für die Anlage in Remscheid ist gefallen.

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Diese Archivaufnahme zeigt die Autobahnraststätte Remscheid aus der Luft. Die Topografie lässt an dieser Stelle keine Erweiterung zu.

Diese Archivaufnahme zeigt die Autobahnraststätte Remscheid aus der Luft. Die Topografie lässt an dieser Stelle keine Erweiterung zu.

Herbert Draheim

Diese Archivaufnahme zeigt die Autobahnraststätte Remscheid aus der Luft. Die Topografie lässt an dieser Stelle keine Erweiterung zu.

Burscheid. Im Bundesverkehrsministerium sind zum Jahresende die Würfel gefallen: Als neuer Standort für eine Raststätte an der Autobahn 1 ist Burscheid ausgewählt worden, genauer der Bereich Geilenbach/Oberlandscheid, also vom Kreuz Leverkusen kommend etwa anderthalb Kilometer vor der Anschlusstelle Burscheid. "Die Information ist dem Land Nordrhein-Westfalen inzwischen auch schriftlich mitgeteilt worden", sagte Ministeriumssprecher Richard Schild dem BV.

Seit Oktober 2007 war bekannt, dass der Landesbetrieb Straßenbau NRW im Auftrag des Bundes auf der Suche nach einem Ersatzstandort für die Raststätte Remscheid ist. Denn das Lkw-Aufkommen wächst, die Topografie in Remscheid lässt aber keine Erweiterung zu.

"Wir werden die Auftragsverwaltung in NRW anhalten, die Planung mit höchster Priorität voranzutreiben."

Im Sommer wurden dem Bundesverkehrsministerium schließlich zwei Vorschläge unterbreitet: der Standort Geilenbach/Oberlandscheid und ein weiterer auf der Grenze zwischen Burscheid und Leichlingen in Höhe Hölverscheid/Großbruch. Letzterer hatte aber wegen der Wasserschutzzone der nahen Sengbachtalsperre von Beginn an die schlechteren Karten.

Nun soll nach Auskunft des Ministeriums zunächst für beide Seiten der Autobahn ein Standortkonzept zur Lage von Tankstelle, Raststätte, den Park- und Erholungsflächen sowie der Verkehrsführung erstellt werden. Dieses Konzept werde das Bundesverkehrsministerium dann innerhalb eines Monats genehmigen. Im Anschluss wird das Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechts in die Wege geleitet.

Noch "sechs bis acht Jahre" bis zur Realisierung?

Seitens des Ministeriums heißt es, angesichts des hohen Bedarfs an Lkw-Parkplätzen werde man "die Auftragsverwaltung in Nordrhein-Westfalen anhalten, die Planung mit höchster Priorität voranzutreiben. Im Planungsprozess notwendige Abstimmungen und Genehmigungen werden jeweils kurzfristig erfolgen." Gleichwohl schätzt Projektleiter Peter Felsenheim vom Landesbetrieb Straßenbau den Zeitraum bis zur Realisierung noch auf "sechs bis acht Jahre".

Nach den ersten Grobplanungen sollen am neuen Standort in Burscheid auf jeder Seite 100 Lkw- und 160 Pkw-Stellplätze entstehen. Der Flächenbedarf liegt bei insgesamt zehn Hektar (100 000 Quadratmeter). Die Kosten werden sich nach Ministeriumsangaben zwischen 12,4 und 15,8Millionen Euro bewegen.

Anlagen in Remscheid bleiben zumindest weiter Parkfläche

Die Rastanlagen in Remscheid sollen nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums aber auf jeden Fall zumindest als unbewirtschaftete Rastanlagen erhalten bleiben, "da in diesem Autobahnabschnitt ein hoher Bedarf an Parkständen besteht". Ob auch die Bewirtschaftung der Anlagen bei Errichtung neuer Rastanlagen im nahen Burscheid erhalten bleiben könne, "muss hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit für Konzessionsnehmer der Raststätte noch geprüft werden".

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