Vor dem zweiten Bauabschnitt in Hilgen wird erst die Ortsdurchfahrt in Tente erneuert.

Auf 1,4 Kilometer Länge soll zunächst die Ortsdurchfahrt in Wermelskirchen-Tente saniert werden.
Auf 1,4 Kilometer Länge soll zunächst die Ortsdurchfahrt in Wermelskirchen-Tente saniert werden.

Auf 1,4 Kilometer Länge soll zunächst die Ortsdurchfahrt in Wermelskirchen-Tente saniert werden.

Der weitere Ausbau der B 51 in Richtung Dünweg wird noch etwa zwei Jahre auf sich warten lassen.

Barbara Sarx, Bild 1 von 2

Auf 1,4 Kilometer Länge soll zunächst die Ortsdurchfahrt in Wermelskirchen-Tente saniert werden.

Burscheid. Der zweite Bauabschnitt des Ausbaus der B 51 in Hilgen wird auf keinen Fall mehr in diesem Jahr beginnen - und auch ein Start im kommenden Jahr ist fast ausgeschlossen.

Grund ist die Entscheidung des Landesbetriebs Straßenbau NRW, zunächst die Ortsdurchfahrt in Wermelskirchen-Tente zu sanieren.

"Wir können nicht zwei Baustellen so nah beieinander gleichzeitig betreiben", sagt der Sprecher der Landesbetriebs-Niederlassung Rhein-Berg, Johannes Szmais.

In Tente soll ein Abschnitt von etwa 1,4 Kilometer Länge ausgebaut werden. Die Arbeiten werden also nicht unmittelbar an den schon sanierten Straßenabschnitt ansetzen, der von Hilgen bis nach Neuenhaus hineinreicht.

"Wir können nicht zwei Baustellen so nah beieinander gleichzeitig betreiben."

Johannes Szmais, Sprecher Rhein-Berg des Landesbetriebs Straßenbau

Aber in der Bauvorbereitung für Tente gibt es Probleme. Szmais berichtet von "großen technischen Schwierigkeiten", die eine komplett neue Überplanung erfordern. Das liege zum einen an neuen Richtlinien für Ortsdurchfahrten, zum anderen an den vorhandenen Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Strom).

Die Konsequenz: Beim Landesbetrieb rechnet man derzeit frühestens Ende dieses Jahres mit einem Baubeginn in Tente. Dieser läge dann mitten im Winter mit all seinen witterungsbedingten Unwägbarkeiten.

Wenn man grob von einem Jahr Bauzeit ausgeht, könnte es in Hilgen bestenfalls Ende 2010 losgehen. Aber Sprecher Szmais möchte da noch keine Prognose wagen. Die einzige Hoffnung, die er den Burscheidern machen kann: "Wir werden nicht parallel bauen, aber parallel planen."

Will heißen: Die Planung für den ebenfalls etwa 1,4 Kilometer langen zweiten Bauabschnitt in Hilgen von der Einmündung Witzheldener Straße bis zum vorgesehenen Kreisverkehr am Eifgenweg läuft bereits an. Das bestätigt auch Ingenieur Klaus Marenbach vom Wiehler Büro Donner und Marenbach.

Das Büro hatte schon den ersten Bauabschnitt in Hilgen geplant "und wir sind wieder in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßenbau", sagt Marenbach. Allerdings liegt nur die Ausführungsplanung für Hilgen in seinen Händen; für Tente sind andere Planer zuständig.

Die Vorbereitungen erfolgen parallel, damit sich der weitere Ausbau in Hilgen möglichst nahtlos an die Arbeiten auf Wermelskirchener Gebiet anschließen kann.

Damit verzögern sich auch die Pläne für den Raiffeisenplatz

An der Verzögerung des Baustarts in Hilgen wird die Stadt Burscheid besonders die ungeklärte Situation am Raiffeisenplatz schmerzen.

Sein im Zuge der Sanierung auch vorgesehener Ausbau zu einem zentralen ÖPNV-Verknüpfungspunkt und neuen Herzstück für Hilgen wird nun länger auf sich warten lassen.

Das gilt auch für die wahrscheinliche Absenkung der Fahrbahn auf ihr ursprüngliches Niveau im Bereich der heutigen Überbrückung der alten Bahntrasse.

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