Randalierer richten bei Auto Pohlmann großen Schaden an.

Burscheid. Fassungslos blickt Apostol Apostolov auf seine Autos, die er gekauft hatte, um sie als Ganzes oder in Einzelteilen an den Mann zu bringen. Erst im Dezember hatte er die Autoverwertung an der Hauptstraße von Klaus Pohlmann gemietet, und jetzt sind mindestens ein Dutzend der Wagen von Vandalen beschädigt worden. Einen Lastwagen und eine ausgeschlachtete Karosserie steckten die Unbekannten am späten Sonntagnachmittag sogar in Brand.

Zwei Löschzüge waren an der Hauptstraße im Einsatz

Um diesen zu löschen, mussten am Sonntagabend gegen 18.30 Uhr zwei Löschzüge der Feuerwehr aus Burscheid und Dierath mit 28 Mann anrücken. "Den Brand hatten wir schnell unter Kontrolle. Eine Stunde nach dem Alarm ist der letzte Wagen abgerückt", sagt der Chef der Burscheider Feuerwehr, Achim Lütz. Man habe nur darauf achten müssen, dass das Feuer nicht auf die Gebäude der Werkstatt übergreift.

"Der Lastwagen war bei uns wegen seines Krans noch regelmäßig in Betrieb. Wir sind gerade bei Aufräumarbeiten auf dem Gelände, die wir jetzt nicht fortsetzen können", ärgert sich Pohlmann. Ihm gehört der zerstörte Lkw. Er musste deswegen Montagmorgen einen Mann wieder nach Hause schicken. Pohlmann geht davon aus, dass Kinder oder Jugendliche auf dem Gelände waren und dort randaliert haben.

"Die Leute wissen oft nicht, dass die Wagen noch etwas wert sind"

"Die meinen, das wäre nur Schrott, weil bei den Autos das Nummernschild fehlt. Dabei verwertet Herr Apostolov die einzelnen Autoteile und verkauft sie", erklärt Pohlmann. Wenn eine Tür zerkratzt oder sonst beschädigt sei, verliere sie ihren Wert. Die Spur der Vandalen zieht sich über den kompletten Hof. Von abgeschlagenen Außenspiegeln über zertrümmerte Windschutzscheiben bis zu verbeulten Türen reicht der Grad der Verwüstung.

Besonders dreist zeigt sich einer der Täter, der sogar seinen Vornamen Lars auf einen Kotflügel mit weißer Farbe gesprüht hat. In einem anderen Auto finden sich Pin-Up-Hefte. "Da haben es sich die Leute wohl gemütlich gemacht", sagt Apostolov und deutet auf einen Wagen mit nach hinten gedrehten Sitzen.

"Ich habe entdeckt, dass die Randalierer auch Motorhauben geöffnet haben. Da muss ich jetzt schauen, was kaputt ist. Wenn ich Pech habe, kann ich von den Motoren auch nichts mehr verkaufen", ärgert sich der Autoverwerter.

Die Kripo aus Bergisch Gladbach nimmt die Ermittlungen auf

Gerade jetzt in der Anfangsphase sei so eine sinnlose Tat ein großes Problem. "Den Tag kann ich schon mal komplett vergessen und nicht an den Autos arbeiten, weil wir auf die Kripo aus Bergisch Gladbach warten müssen."

Auch sein Vermieter sieht die Folgen der Zerstörungen. "Das wird ihn sicher zurückwerfen", erklärt Pohlmann, der auf seinem Gelände das letzte Mal vor etwa drei Jahren mit Vandalismus zu kämpfen hatte. "Jetzt ist das so eine Zeit, in der das passieren kann. Es sind Ferien und bei schönem Wetter sind junge Leute draußen. Manche kommen auf dumme Gedanken", sagt der Burscheider.

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