Vorsitzende Eva Scholand stellt das neue Programm für das erste Halbjahr vor.

Bildung
Fördervereins-Vorsitzende Eva Scholand (l.) und Bücherei-Leiterin Barbara Hoevels präsentieren das neue Programm, das ab sofort für Interessenten ausliegt.

Fördervereins-Vorsitzende Eva Scholand (l.) und Bücherei-Leiterin Barbara Hoevels präsentieren das neue Programm, das ab sofort für Interessenten ausliegt.

Doro Siewert

Fördervereins-Vorsitzende Eva Scholand (l.) und Bücherei-Leiterin Barbara Hoevels präsentieren das neue Programm, das ab sofort für Interessenten ausliegt.

Burscheid. Mit Altbewährtem und einer Reihe neuer Veranstaltungen startet der Förderverein der Stadtbücherei in das Jahr 2013. Bereits seit 23 Jahren unterstützen die Ehrenamtler die Bücherei, geboren aus einer existenziellen Not der städtischen Einrichtung. „Es ging damals um die Schließung. Wir haben die Kosten für eine Stelle übernommen“, erläutert Vorsitzende Eva Scholand.

60 Mitglieder etwa hat der Förderverein heute. Viele davon sorgen beispielsweise dafür, dass es regelmäßige Lesungen für Haupt- und Realschüler gibt. „Das ist ein hoher organisatorischer Aufwand“, erläutert die Vorsitzende. Doch nicht nur tatkräftig wird die Bücherei unter der Leitung von Barbara Hoevels unterstützt, sondern auch finanziell. Beispielsweise durch den Bücherflohmarkt, der in diesem Jahr am 21. April im Rahmen des Familien- und Frühlingsfestes stattfinden wird. „Das ist eine unserer Hauptgeldquellen“, erklärt Eva Scholand.

Das Geld fließt beispielsweise in Abonnements von Zeitungen und Zeitschriften oder in die aktuellsten Romane, die wöchentlich neu in der Bücherei aufgrund der Spiegel-Bestsellerlisten angeschafft werden. „Und immer mal wieder gibt es einen Zuschuss“, vergisst Barbara Hoevels nicht zu erwähnen.

Scholand: „Ich habe schon einen Bildungsanspruch“

Doch es gibt nicht nur Gedrucktes in dem Gebäude am Marktplatz. Fortgesetzt wird die Serie Literatur/Zeitgeschichte im Film. Dabei gehe es Scholand nicht nur um Unterhaltung. „Ich habe schon einen Bildungsanspruch.“ Die weltweite Bankenkrise sei beispielsweise anhand des Films „Wall Street“ mit Michael Douglas beleuchtet worden. Und das möchte die Vorsitzende fortsetzen. „Es wird weiterhin Informationen von mir zu den ausgewählten Filmen geben.“

Großes Kino für kleine Leute wird natürlich weiterhin auch veranstaltet. Denn, so die Erfahrung der beiden Literaturexpertinnen: Filme öffnen Kindern die Bücherei – nicht umgekehrt. Die entsprechenden Termine werden rechtzeitig vom Bergischen Volksboten bekanntgegeben.

Realschüler werden einen Tag lang Geld verdienen für ein Projekt in Afrika. Der Förderverein begleitet dies am 11. Juli mit einem Reisebericht aus Namibia, am 15. Juli mit einem Konzert traditioneller Rhythmen und mit einem Film am 18. Juli über den südafrikanischen Freiheitskämpfer Steve Biko.

Die Stadtbücherei bleibt am Donnerstag, 10. Januar und Freitag, 11. Januar geschlossen. Das Bücherei-Team nimmt an einer Fortbildung teil.

Jetzt schon mal merken können sich Interessenten die Veranstaltung „Hilfe! Mein Mann ist jetzt zu Hause“ am 25. April. Vereinsmitglied Manfred Hoth, der als psychologischer Berater ausgebildet ist, gibt Tipps für den Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand.

Auf jeden Fall gefragt sein wird die Matinee am 5. Mai mit dem 69-jährigen Poetry-Slam-Experten Klaus Urban. „Er macht fast dadaistische Texte und ist echt gut“, sagt Scholand. Der Eintritt wird sieben Euro kosten.

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