Mehrere Gesprächsrunden sollen bis Donnerstag klären, wie die Vorgaben der Geschäftsführung zu bewerten sind.

Burscheid. Seit Montag hat der Betriebsrat von Federal-Mogul konkrete Zahlen der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Situation und dem geplanten Stellenabbau vorliegen. Doch bevor die Belegschaft über die Pläne informiert wird, sollen diese erst intensiv geprüft werden.

Dazu hat sich der Betriebsrat nach der gestrigen Rückkehr des Vorsitzenden Michael Bergmann aus dem Urlaub ein enges Sitzungsprogramm auferlegt. Am Dienstag kommt der Wirtschaftsausschuss zusammen. Am Mittwoch wollen Wirtschaftsausschuss und IG Metall beraten, ehe man sich dann mit der Geschäftsführung zusammensetzt. Am Donnerstag schließlich folgt eine Betriebsratssitzung. "Danach sind wir schlauer", sagt Bergmann.

Sind zunächst rund 300 Arbeitsplätze betroffen?

Dem Vernehmen nach liegt die jetzt vorgelegte Zahl aber unterhalb der ursprünglich im Unternehmen gehandelten rund 600gefährdeten Arbeitsplätze. Diese Angaben sollen sich auf den Stellenabbau bezogen haben, den die Unternehmensleitung bei dauerhaftem Fortbestand des jetzigen niedrigen Auftragsvolumens für notwendig hielte. Offenbar schwebt der Firmenleitung aber eine Art Stufenplan vor, mit der schrittweise auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung reagiert werden kann.

Unter der Maßgabe, dass sich der Markt bis zum kommenden Jahr wieder ein Stück weit erholen könnte, ohne dass aber das hohe Niveau der Vergangenheit erreicht wird, sollen angeblich zunächst rund 300 Arbeitsplätze entfallen.

Aus dem Unternehmen gab es dazu aber keine offiziellen Stellungnahmen: "Ich kann derzeit weder die Zahl 600 noch die Zahl 300 bestätigen", sagte der Betriebsratsvorsitzende Bergmann. Auch seitens der Geschäftsführung war noch keine Bestätigung zu bekommen.

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