Arndt Kohn informiert sich in Rheindorf, wie die EU-Finanzmittel für das Biwaq-Projekt eingesetzt werden.

Arndt Kohn informiert sich in Rheindorf, wie die EU-Finanzmittel für das Biwaq-Projekt eingesetzt werden.
Arndt Kohn, Mitglied des EU-Parlaments (l.), ließ sich vom Leverkusener Sozialdezernent Alexander Lünenbach das Projekt erläutern.

Arndt Kohn, Mitglied des EU-Parlaments (l.), ließ sich vom Leverkusener Sozialdezernent Alexander Lünenbach das Projekt erläutern.

Stadt Leverkusen

Arndt Kohn, Mitglied des EU-Parlaments (l.), ließ sich vom Leverkusener Sozialdezernent Alexander Lünenbach das Projekt erläutern.

Leverkusen. Arndt Kohn, Mitglied des Europäischen Parlaments, hat das Biwaq-Projekt im Rheindorfer Stadtteilbüro besucht. Er kam dort mit den Praktikern der diversen Teilprojekte ins Gespräch und informierte sich, für welche Maßnahmen die EU-Finanzmittel vor Ort eingesetzt werden. Sozialdezernent Alexander Lünenbach erläuterte ihm, dass sich das Engagement für Rheindorf in drei Schwerpunkte gliedert: Sozial-integrative Unterstützung des friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens der Bewohner im Stadtteil, Förderung der lokalen Ökonomie und gesundheitliche Prävention.

Sprachcafé mit Bewerbungstraining

Der Fachbereich Soziales setzt in Rheindorf gemeinsam mit der Suchthilfe Leverkusen, der Hochschule Niederrhein und der Job Service Beschäftigungsförderung Leverkusen (JSL) das Programm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (Biwaq) um.

Einen großen Zuspruch verzeichnet das seit April 2015 geförderte Sprachcafé mit Bewerbungstraining der JSL. Es ist im Stadtteilbüro an der Masurenstraße 5 angesiedelt und bietet neben dem Lerntreff Hilfestellungen bei alltäglichen Fragen wie zum Beispiel der Bearbeitung von Anträgen, dem Ausfüllen von Formularen oder der Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Bei Bedarf werden auch weiterführende Beratungsangebote im Leverkusener Hilfenetzwerk erschlossen. Der Lerntreff findet an zwei Vormittagen in der Woche statt. Hier sind die Teilnehmer überwiegend weiblich, zwischen 30 und 50 Jahre alt und kommen aus vielen Teilen der Welt – unter anderem aus Marokko, der Türkei, der Ukraine, Rumänien, Russland und Albanien.

Seit 2015 gibt es einen Quartiershausmeister. Er ist ebenfalls im Stadtteilbüro an der Masurenstraße 5 ansprechbar, kennt die Bewohner und trägt zur Verbesserung des Wohnumfeldes und nachbarschaftlicher Kontakte bei. Ob Entrümpelung eines Kellers, Vermittlung bei Konflikten zwischen Mieter und Vermieter oder Unterstützung bei handwerklichen Tätigkeiten – der Quartiershausmeister ist bei vielfältigen Aufgaben die Person des Vertrauens.

Zudem haben die Bewohner des Stadtteils seit Januar mit der Quartierslotse eine neue Anlaufstelle, die ohne vorherige Anmeldung berät und hilft, die Angebote des Leverkusener Hilfenetzwerks wahrzunehmen und sich im Sozial- und Gesundheitssystem zu orientieren.

Initiiert von der Hochschule Niederrhein trifft sich ein fester aktiver Kreis der Unternehmerschaft aus Branchen wie Einzelhandel, Dienstleistung, Handwerk und Gastronomie regelmäßig zu einem Unternehmertreffen. Neben der aktiven Unternehmerschaft nehmen auch weitere Unternehmer an den Gemeinschaftsaktionen im Stadtteil teil. Bei regelmäßigen Unternehmertreffen wurden überdies gemeinsame Aktionen wie der Vorteilstag und der erste Weihnachtsmarkt Rheindorfs im vergangenen Jahr geplant.

Um das Netzwerk nachhaltig zu erhalten, wurde aus dem Unternehmernetzwerk heraus ein Konzept für eine Werbegemeinschaft entwickelt. Dieses soll die Strukturen und Maßnahmen, über die Projektzeit hinaus erhalten. Dabei sollen das Unternehmernetzwerk und die Interessenfördergemeinschaft zusammengeführt werden. Die Zusammenführung wird bis zum Projektende begleitet und etabliert.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – Biwaq“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Die bewilligte Fördersumme liegt bei rund 1,5 Millionen Euro für alle Teilprojekte. Davon kommen rund 840 000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds sowie 670 000 Euro Euro aus Bundesmitteln.

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