Lange hat die Frage der Erschließung eine Bebauung in Eichenplätzchen verhindert. Die Wende sorgt für Erstaunen.

Plötzlich gibt es doch die Möglichkeit einer Erschließung: Die Villa Eichenplätzchen steht vor dem Umbau.
Plötzlich gibt es doch die Möglichkeit einer Erschließung: Die Villa Eichenplätzchen steht vor dem Umbau.

Plötzlich gibt es doch die Möglichkeit einer Erschließung: Die Villa Eichenplätzchen steht vor dem Umbau.

Doro Siewert

Plötzlich gibt es doch die Möglichkeit einer Erschließung: Die Villa Eichenplätzchen steht vor dem Umbau.

Burscheid. Der Bericht des Bergischen Volksboten über das geplante Bauprojekt auf dem Gelände der einstigen Schmitz&Schulte-Villa in Eichenplätzchen hat in Burscheid große Verwunderung ausgelöst. In der Ratssitzung startete der SPD-Planungsexperte Ralf ten Haaf eine Anfrage an die Verwaltung. Nicht nur er erinnerte sich an die jahrelange Hängepartie wegen der Erschließung.

"Die vor zehn Jahren aufgenommene Planung für eine Bebauung ist am Landesbetrieb Straßen gescheitert", sagt ten Haaf. Zwei Jahre war diskutiert worden, 2001 forderte die Behörde dann, der Investor müsse aus Gründen der Verkehrssicherheit an der unfallträchtigen Stelle kurz vor der Einmündung in die B51 eine Linksabbiegespur einrichten. Die wäre mit 125.000 Euro aber zu teuer geworden.

Noch gilt an der Stelle ein Einfahr- und Ausfahrverbot

In die aktuelle Entwicklungssatzung Eichenplätzchen ist jedenfalls aufgrund der Interventionen des Landesbetriebs ein Ein- und Ausfahrtverbot für das Grundstück an dieser Stelle aufgenommen worden. "Ich kenne sicherlich zehn Bauträger in der Region, die sich an diesem Grundstück wegen der Erschließung die Zähne ausgebissen haben", sagt ten Haaf.

Doch jetzt hat das Kreisbauamt eine Bauvoranfrage des neuen Eigentümers Rolf Schmidt positiv beschieden. Sie sieht eine von der B 51 etwas weiter entfernte Erschließung vor - und plötzlich hat der Landesbetrieb keinerlei Bedenken mehr. Auch von einer Abbiegespur ist nicht mehr die Rede.

Behördensprecher Johannes Szmais bestätigt die Kehrtwende: "Warum wir vor zehn Jahren abgelehnt haben, lässt sich nicht mehr klären. Aber damals lag die Einfahrt auch noch innerhalb der dortigen Busbucht. Im jetzigen Entwurf ist die Erschließung 40 Meter weiter von der Kreuzung entfernt. Auch die nötigen Sichtnachweise wurden erbracht."

Bürgermeister Hans Dieter Kahrl kann dieses Umdenken in Gummersbach nach eigener Aussage "nicht nachvollziehen". Gleichwohl werde sich die Stadt nicht querstellen. Das sieht trotz aller Verwunderung auch Kurt Berger vom Stab Stadtentwicklungsplanung so: "Warum sollten wir uns dagegenstellen? Wir haben dort ja Baurecht geschaffen."

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