Evangelisches Kinderheim und Ökumenisches Hospiz wurden vom Tanzstudio Diwan El Shark bedacht.

Sie freuten sich über den Erfolg der Benefizveranstaltung: Elke Thelen-Hammelstein vom evangelischen Kinderheim, Bürgermeister Stefan Caplan, Tanzlehrerin Karin Grünewald und Dr. Inge Hiller vom Ökumenischen Hospiz.
Sie freuten sich über den Erfolg der Benefizveranstaltung: Elke Thelen-Hammelstein vom evangelischen Kinderheim, Bürgermeister Stefan Caplan, Tanzlehrerin Karin Grünewald und Dr. Inge Hiller vom Ökumenischen Hospiz.

Sie freuten sich über den Erfolg der Benefizveranstaltung: Elke Thelen-Hammelstein vom evangelischen Kinderheim, Bürgermeister Stefan Caplan, Tanzlehrerin Karin Grünewald und Dr. Inge Hiller vom Ökumenischen Hospiz.

Doro Siewert

Sie freuten sich über den Erfolg der Benefizveranstaltung: Elke Thelen-Hammelstein vom evangelischen Kinderheim, Bürgermeister Stefan Caplan, Tanzlehrerin Karin Grünewald und Dr. Inge Hiller vom Ökumenischen Hospiz.

Burscheid. Karin Grünewald konnte ihre Tänzerinnen kaum bremsen. Beflügelt vom Erfolg der letzten zwei großen Auftritte wollten sie gleich zu Jahresbeginn an einer neuen Choreographie feilen. Es zog sie wieder auf die Bühne, hinein ins Rampenlicht. Egoistisch ist dieser Wunsch ganz und gar nicht. Die Tänzerinnen des Studios Diwan El Shark bewegten im Oktober für den guten Zweck ihre Hüften. Der Erlös von insgesamt 3500 Euro wechselte am Dienstag hochoffiziell den Besitzer.

Freuen konnten sich Dr. Inge Hiller, Vorsitzende des Ökumenischen Hospizes, und Elke Thelen-Hammelstein vom evangelischen Kinderheim Burscheid. Sie wollte, dass das eingenommene Geld in der Stadt bleibt, erläuterte Karin Grünewald ihre Motivation. Ihre Beweggründe gingen aber noch viel tiefer, bis ins Private hinein.

„Und wenn man um zwei Uhr nachts Hilfe brauchte, man bekam sie.“

Karin Grünewald

Vor drei Jahren starb ihr Schwager. Er litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs und war unheilbar krank. Er verbrachte seine letzten Tage in einem Hospiz. Es war eine sehr schwere Zeit für die ganze Familie. Umso dankbarer war Karin Grünewald dafür, dass die Pfleger und Ärzte für die Angehörigen da waren und ihnen Trost spendeten. „Und wenn man um zwei Uhr nachts Hilfe brauchte, man bekam sie“, erzählte die Tanzlehrerin. Es war eine prägende Erfahrung für die Burscheiderin. Sie verhalf ihr zu der Schlussfolgerung: Schon alleine deshalb, weil man nie wisse, was die Zukunft bringt, müsse auch das Ökumenische Hospiz hier vor Ort ohne Wenn und Aber unterstützt werden.

Gleiches galt für das Evangelische Kinderheim, das ebenfalls vom Tanzstudio Diwan El Shark bedacht wurde. Selbstverständlich sei es nicht, dass Kinder in einem liebevollen Umfeld groß werden, sagte Karin Grünewald, woraufhin Elke Thelen-Hammelstein nickte. Als Erzieherin betreut sie die elf Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren, die momentan an der Bismarckstraße untergebracht sind. Von vielen Schicksalsschlägen hatte Elke Thelen-Hammelstein im Laufe ihrer Tätigkeit erfahren müssen. Den Kindern, die teils aus schwierigen Verhältnissen kommen, Halt zu geben, das war und ist ihr Anspruch.

Daher musste sie auch bei der Frage, was mit dem Betrag von 1750 Euro geschehen soll, nicht lange überlegen. Das Geld wird für die Kinder, genauer gesagt für gemeinsame Erlebnisse, eingesetzt. Das wären zum einen Ausflüge in Freizeitparks, zum anderen will Elke Thelen-Hammelstein mit der Spende den Steingrill und das Trampolin im Garten der Einrichtung reparieren lassen. Für die vielen glücklichen und gemeinsamen Stunden, die noch kommen werden.

Nicht nur finanzielle Hilfe ist für den Hospizdienst wichtig

Dr. Inge Hiller hat die Spende der Bauchtänzerinnen gedanklich ebenfalls verplant. Und zwar würde sie gerne ihre ehrenamtlichen Helfer ein gemeinsames Helfer-Wochenende verordnen. Auf einer Reise würden sie miteinander ins Gespräch kommen, sich austauschen und Neues lernen, um die emotional sehr anstrengende Arbeit der Sterbebegleitung besser verkraften zu können. Da das Thema Hospiz bei einer älterwerdenden Gesellschaft dringlicher wird, ist es umso wichtiger, dass die momentan 28 Mitarbeiter ihren Aufgaben nachkommen können.

Also: Die Motivation der Tänzerinnen ist da, eine Neuauflage der Benefizveranstaltung auf die Beine zu stellen. Und Gründe, weshalb sich das lohnen wird, sind auch in geraumer Fülle vorhanden. 2017 wird aber nichts daraus.

Karin Grünewald verordnet sich und ihren Schülerinnen eine „kreative Pause“. In den letzten Wochen vor der Premiere war die Show das bestimmende Thema. Was darunter litt, war das Familienleben. Das gilt es nun zu pflegen. Eine abendfüllende Choreographie brauche ein Jahr Vorlaufzeit. Auch die große Motivation der Frauen und Mädchen kann den Prozess nicht beschleunigen.

„Wir sind alle sehr euphorisch und freuen uns erst einmal darauf, Teile der Choreographie auf dem Burscheider Stadtfest vorzuführen“, so Karin Grünewald. Und dann, wenn die Zeit gekommen sei, werde es auch wieder eine Benefizveranstaltung geben. Keine Frage.

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