Vor 17 Jahren spielten die Mavericks zum ersten Mal in Colombo für den guten Zweck. Im Februar geht’s wieder auf die Insel.

Vier der fünf Sri-Lanka-Reisenden: Steve Bohn, Dietmar Wächteler, Frank Willer und Dirk Maverick (v.l.)
Vier der fünf Sri-Lanka-Reisenden: Steve Bohn, Dietmar Wächteler, Frank Willer und Dirk Maverick (v.l.)

Vier der fünf Sri-Lanka-Reisenden: Steve Bohn, Dietmar Wächteler, Frank Willer und Dirk Maverick (v.l.)

privat

Vier der fünf Sri-Lanka-Reisenden: Steve Bohn, Dietmar Wächteler, Frank Willer und Dirk Maverick (v.l.)

Burscheid. "Songs auf Deutsch? Das geht nicht." 17 Jahre ist es her, seit Dirk Maverick auf die Frage, ob seine Band nicht an einem Benefiz-Konzert in Sri Lanka teilnehmen könne, diese knappe Antwort erhielt.

Doch die Band gab nicht auf, schickte Aufnahmen per Post an die Veranstalter. "Damals gab’s noch keine Mail", erinnert sich Maverick. "Das hat alles ewig gedauert."

Schick im Sari: 4000 Gäste kamen zum ersten Konzert der Band

Zehn Monate und zahlreiche Briefe später standen die Musiker schließlich doch in Sri Lanka auf der Bühne. 4000 Gäste kamen zum ersten Konzert der Gruppe im fremden Land. Maverick: "Alle hatten sich schick gemacht und trugen ihren besten Sari. Das kennt man von hier ja gar nicht."

Einen Tag nach dem Konzert meldeten die Zeitungen des Inselstaates ihre Neuentdeckung und druckten Fotos der Band: "Wir waren die Stars und ein bisschen berühmt."

Seit 17 Jahren nun fliegen die Musiker fast jedes Jahr nach Colombo, um gemeinsam mit einheimischen Bands für den guten Zweck zu spielen. Etwa 3000Euro sammeln die Musiker bei den Konzerten. "Viel ist das nicht", sagt Maverick - jedenfalls nicht nach europäischen Maßstäben. "Aber wir können mit dem Geld viel bewirken."

Die Band gibt es seit 25 Jahren. Von ihr stammt auch die Leverkusener Vereinshymne. Bandleader Dirk Maverick, geboren in Leverkusen, lebt seit fast zehn Jahren in Burscheid. Der Grund für den Umzug: Er entdeckte in der Stadt, "zufällig ein schnuckeliges Haus".

Mit den Einnahmen würden Brunnen und Schulen gebaut, Bibliotheken errichtet. Auch ein Waisenhaus konnte die Band unterstützen. Ein Erlebnis, dass Maverick bis heute bewegt: "Wir haben die Spenden in Form von Schuhen selbst übergeben."

In all den Jahren hat die Band Bekanntschaften geschlossen. Der Besuch bei seinem Schneider, der an der Küste der Insel lebt, ist für Dirk Maverick nach jedem Auftritt Pflicht. "Da lasse ich mich dann neu einkleiden."

Groß sei der Schock gewesen, als er den Schneider 2004, zwei Wochen nach dem der Tsunami auf der Insel gewütet hatte, wiedersah. Das Haus des Schneiders gab es nicht mehr: "Da stand kein Stein mehr auf dem anderen." Die Band setzte sich ein, sammelte noch mehr Spenden, um der Tochter des Schneiders eine neue Geige zu schenken. "Auch die hatte der Tsunami zerstört."

Mitte Februar nun wird das Ensemble zum 18. Mal nach Sri Lanka reisen, um beim Benefiz-Konzert dabei zu sein. Harte Arbeit? "Naja", sagt Maverick. "Ich liebe das Land seit ich es zum ersten Mal besucht habe. Ich genieße die Ruhe und die Zufriedenheit der Menschen."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer