Das Leverkusener Teilstück wird am Himmelfahrtstag offiziell eröffnet.

Balkantrasse
Der Panoramaradweg Balkantrasse am Tunnel in Leverkusen-Romberg. Noch ist die Strecke nicht freigegeben, aber sie wird schon rege genutzt. Das 5,3 Kilometer lange Leverkusener Teilstück ist mit vier Metern um einen Meter breiter als auf der Reststrecke bis Lennep. Fotos (2): Barbara Sarx

Der Panoramaradweg Balkantrasse am Tunnel in Leverkusen-Romberg. Noch ist die Strecke nicht freigegeben, aber sie wird schon rege genutzt. Das 5,3 Kilometer lange Leverkusener Teilstück ist mit vier Metern um einen Meter breiter als auf der Reststrecke bis Lennep. Fotos (2): Barbara Sarx

Barbara Sarx

Der Panoramaradweg Balkantrasse am Tunnel in Leverkusen-Romberg. Noch ist die Strecke nicht freigegeben, aber sie wird schon rege genutzt. Das 5,3 Kilometer lange Leverkusener Teilstück ist mit vier Metern um einen Meter breiter als auf der Reststrecke bis Lennep. Fotos (2): Barbara Sarx

Burscheid/Leverkusen. Keine Honoratioren werden am Himmelfahrtstag das Leverkusener Teilstück des Panoramaradwegs Balkantrasse eröffnen. Stattdessen sollen Kinder gegen elf Uhr Ballons gen Himmel steigen lassen, um damit die überregionale Bedeutung des Abschnitts zu symbolisieren. Denn damit ist die lang ersehnte Verbindung zwischen der Rheinschiene und dem Radwegenetz im Bergischen hergestellt.

„Ein Fest des Vereins für die Bürger dieser Stadt“ plant der Förderverein Balkantrasse nach Worten seines Vorsitzenden Karl-Friedrich Weber. Und will damit nicht nur sein Selbstverständnis „als eine Art Bürgerbewegung“ unterstreichen, sondern auch verdeutlichen, dass dieses so wichtige letzte Teilstück des Radwegs nur gegen eine zunächst ablehnende Haltung des Rates verwirklicht wurde. „Wir haben vor vier Jahren bei null angefangen.“

Restarbeiten noch über den Eröffnungstag hinaus

Inzwischen sind die 5,3 Kilometer Rad- und Wanderweg von Opladen hinauf bis zur Stadtgrenze nach Burscheid fertig, auch wenn Restarbeiten am Seitenstreifen, die Beschilderung und die Ausstattung mit Bänken und Papierkörben noch Zeit über den Eröffnungstag hinaus beanspruchen werden.

Die im Förderantrag genannte Bausumme von 1,9 Millionen Euro, darauf ist Harald Drescher, Chefplaner des Vereins, besonders stolz, wird voraussichtlich unterschritten werden. Neben der 80-prozentigen Förderung durch das Land hat der Verein selbst rund 60 000 Euro durch Eigenleistungen erbracht und weitere 240 000 Euro an Finanzmitteln beigesteuert.

Da der Förderverein aber auch für 20 Jahre die Unterhaltung des Radwegs gewährleisten muss, ist es mit dem Finanzbedarf noch nicht vorbei. Die derzeit 1972 Mitglieder steuern über Beiträge und Spenden jährlich 14 000 Euro bei – zu wenig, um alle Folgekosten zu decken. Der Verein wird also weiter klappern müssen. Und auf ehrenamtliches Engagement zählen: Wie in Burscheid wird es auch in Leverkusen Trassenpaten geben, die auf 800 Meter langen Streckenabschnitten nach dem Rechten sehen.

Von elf bis 19 Uhr wird unterhalb des ehemaligen Pattscheider Bahnhofs gefeiert. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg, eine Rollenrutsche, Kinderschminken, ein Angelspiel, die rollende Waldschule und Luftballons. Für Livemusik sorgen die Alphornbläser sowie die Bands Abgestaubt, Redhouse Jazzband und Flaming Stars. Daneben sind mehrere Infostände aufgebaut und es gibt Essen und Trinken. Der Verzehr soll den Tag möglichst finanzieren.

Die Stadt ruft dazu auf, sich am Himmelfahrtstag um 10.15 Uhr am Parkplatz Montanusstraße zu versammeln, um von dort aus zur Eröffnungsfeier nach Pattscheid zu radeln. Damit wird zugleich auch das letzte Burscheider Teilstück ab Kuckenberg eingeweiht.

Passend zur Eröffnung legt der Verein auch in einer Auflage von 5000 Stück die neue Ausgabe der Fahrrad- und Freizeitkarte Leverkusen mit allen Radwegen der Stadt vor. Der Trassen-Radweg in Leverkusen hat fünf offizielle Anknüpfungspunkte in Romberg, an der Atzlenbacher Straße, der Ölbachstraße, der Oberen Straße und am Imbacher Weg. Dort endet der Radweg vorerst. Das Reststück bis zur Bahnstadt Opladen ist in städtischem Besitz und soll in einem zweiten Bauabschnitt fertiggestellt werden.

Unterbrechung in Hilgen und Lücke in Wermelskirchen

Der Radweg ist auf Leverkusener Gebiet mit vier Metern einen Meter breiter als im restlichen Verlauf bis Lennep. Mit der offiziellen Eröffnung am 29. Mai ist die Strecke dann von Opladen bis Lennep durchgehend befahrbar: mit der (vorübergehenden) Unterbrechung in Hilgen und der (dauerhaften) Lücke in Wermelskirchen.

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