Rolf Krogel und sein Team haben mit ihren Fahrzeugen schon etliche Preise gewonnen.

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Rolf Krogel (62) baut in seiner Werkstatt in Hilgen-Heide zusammen mit seinem Team Rennfahrzeuge für VW und Audi. Auch Privatwagen können hier getuned werden.

Rolf Krogel (62) baut in seiner Werkstatt in Hilgen-Heide zusammen mit seinem Team Rennfahrzeuge für VW und Audi. Auch Privatwagen können hier getuned werden.

Doro Siewert

Rolf Krogel (62) baut in seiner Werkstatt in Hilgen-Heide zusammen mit seinem Team Rennfahrzeuge für VW und Audi. Auch Privatwagen können hier getuned werden.

Burscheid. Fast schon versteckt auf einem Hinterhof in Hilgen-Heide liegt die Firma KWL Motorsport. Nur ein gelbes Schild in Form eines Pfeils weißt auf die Werkstatt von Rolf Krogel (62) und seinem fünfköpfigen Team hin. In mehreren Hallen werden Motoren wieder instandgesetzt, Wagen für Rallyes und Rennen startklar gemacht und Autos getuned.

1978 hat der studierte Betriebswirt und Fahrzeugtechniker Krogel sein Hobby zum Beruf gemacht und zusammen mit Bohrwerksdreher Gerd Wiedenhoff die Firma KWL gegründet, die damals noch in Langenfeld ansässig war. „Es war schon immer mein Jugendtraum, Rennen zu fahren“, sagt der 62-Jährige.

Persönliche Widmungen und zahlreiche Pokale

1983 zog der Betrieb dann in die größeren Räumlichkeiten nach Burscheid um. Hier zieren Zeitungsartikel und Fotos von erfolgreichen Wagen mit Widmungen bekannter Fahrern wie Klaus Niedzwiedz oder Hans-Joachim Struck die Wände, in Krogels Büro stehen unzählige Pokale.

Der Vater von Drillingen war selber als Fahrer aktiv, 1974 bestritt er sein erstes Rennen in einem Spiess NSU TTS. Nachdem Wiedenhoff Mitte der 80er Jahre aus dem Geschäft ausstieg um sich anderweitig zu orientieren, zog sich auch Krogel aus dem aktiven Motorsport zurück und kümmer sich fortan um die Technik.

KWL ist auf den Bau von Rennwagen von VW und Audi spezialisiert, die dann an ein Fahrerteam als Youngtimer verliehen werden, aber auch Privatautos werden überholt und fit für Ralleys gemacht. „Die Schwierigkeit bei den historischen Wagen ist, dass es kaum noch Teile gibt, man muss sich alles einzeln zusammensuchen“, berichtet der Fahrzeugtechniker.

Umfangreicher Maschinenpark

In den hinteren Hallen findet sich das entsprechend schwere Gerät für die Instandsetzung der Motoren – eine vollelektronische Wuchtanlage für Kurbelwellen, eine Schweißanalge für Aluminium und spezielle Schleifmaschinen machen nur einen Teil des Maschinenparks aus.

Versteckt unter einer Plane schlummert neben Ersatzteilen und Reifen ein besonderer Schatz: Ein De Tomaso Pantera, der nur darauf wartet, wieder flott gemacht zu werden. „Allerdings wartet der schon seit fünf Jahren“, sagt der Mechaniker und lacht. Hilfe bei der Restaurierung bekommt er von zwei seiner drei 17-jährigen Söhne, die zur Zeit in der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker und Zerspanungs-Mechaniker sind, um das Unternehmen späterweiterführen zu können.

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