Die Zahl der Anzeigen und Meldungen bei Polizei und Rathaus ist rückläufig. Das gilt auch für Vandalismus.

Der Radweg auf der Balkantrasse. Für die Polizei war er in diesem Jahr bisher nur viermal Einsatzort. Fotos (2): Doro Siewert
Der Radweg auf der Balkantrasse. Für die Polizei war er in diesem Jahr bisher nur viermal Einsatzort. Fotos (2): Doro Siewert

Der Radweg auf der Balkantrasse. Für die Polizei war er in diesem Jahr bisher nur viermal Einsatzort. Fotos (2): Doro Siewert

Nistkästen entlang der Trasse waren in der Vergangenheit immer wieder Ziel von Zerstörungswut.

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Der Radweg auf der Balkantrasse. Für die Polizei war er in diesem Jahr bisher nur viermal Einsatzort. Fotos (2): Doro Siewert

Burscheid. Am Anfang stand ein Gefühl: Es ist Sommer, also Hochsaison auch auf der Radtrasse – aber von Meldungen über Zerstörungen, Graffiti oder Belästigungen war schon lange nichts mehr zu hören. Stadt und Polizei bestätigen: Das Gefühl trügt in diesem Fall nicht. Die Zahl der Beschwerden und Anzeigen ist stark rückläufig.

Bei der Kreispolizei sind in diesem Jahr überhaupt erst vier Einsätze auf der Trasse in Burscheid aktenkundig. Und nur einmal soll ein Randalierer eine Bierflasche von der Brücke geworfen haben. Aber selbst dieser Vorfall ist nicht hundertprozentig belegt. Eine Brandmeldung stellte sich als Osterfeuer heraus. Und Anzeigen wurden im Zusammenhang mit der Trasse in diesem Jahr noch überhaupt nicht erstattet. „Die Einsätze und Unfälle haben merklich abgenommen“, bilanziert Polizeisprecherin Claudia Kammann.

Kontrollen durch Radstreifen und den Bezirksbeamten

Womöglich tragen die Polizeistreifen ihren Teil dazu bei. Nicht täglich, aber laut Wermelskirchens Wachleiter Andreas Weilermann je nach Wetter- und Personallage werden Radstreifen auf die Trasse geschickt. Und ganz regelmäßig ist dazu der Burscheider Bezirksbeamte Ralf Heider zu Fuß oder mit seinem Motorroller für Kontrollen auf der Trasse unterwegs.

„Die Schäden sind tatsächlich rückläufig“, bestätigt auch Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss nach Rücksprache mit dem Baubetriebshof. „Erfreulicherweise wurden in letzter Zeit dort weniger bis gar keine Schäden gemeldet.“

Neben den Polizeistreifen verweist sie als Erklärung auch auf die regelmäßigen Gänge und den Einsatz der derzeit 20 ehrenamtlichen Radweg-Gefährten auf den 13 zugeteilten Streckenabschnitten im Burscheider Stadtgebiet. Die Helfer melden Vermüllungen, Schäden an Mülleimern und Bänken sowie Wildwuchs direkt an die Stadt, die dann die Beseitigung oder Reparatur übernimmt.

Für Bergfelder-Weiss scheint sich damit der Grundsatz zu bestätigen, „dass es weniger Schäden gibt, wenn es ordentlich aussieht, und eher mehr Vandalismus zu verzeichnen ist, wenn schon Teile defekt oder beschädigt sind“. Dann scheine die Hemmschwelle zu sinken.

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