Trotz der stark steigenden Zahl der Radfahrer geht es gesittet zu auf der Balkantrasse. Unfälle mit Schwerverletzten wie in der vergangenen Woche sind die Ausnahme, teilt die Polizei mit.

Immer beliebter bei Fahrradfahrerin und Fußgängern: der Panorama-Radweg ist trotzdem ein sicheres Pflaster.
Immer beliebter bei Fahrradfahrerin und Fußgängern: der Panorama-Radweg ist trotzdem ein sicheres Pflaster.

Immer beliebter bei Fahrradfahrerin und Fußgängern: der Panorama-Radweg ist trotzdem ein sicheres Pflaster.

Doro Siewert

Immer beliebter bei Fahrradfahrerin und Fußgängern: der Panorama-Radweg ist trotzdem ein sicheres Pflaster.

Burscheid. Der Panoramaradweg wird immer besser angenommen. Bis Ende Juli waren an der Zählstelle der Balkantrasse kurz hinter der Stadtgrenze zu Wermelskirchen 70 012 Bewegungen gemessen worden. (Richtung Burscheid und Wermelskirchen addiert). Genau vor einem Jahr lag die Zahl hier bei 54 824 Bewegungen.

Allerdings sind die Zahlen immer auch witterungsabhängig, auch größere Schwankungen werden dadurch ausgelöst, erklärt Florian Leßke, Leiter des Amts für Stadtentwicklung der Stadt Wermelskirchen. „Das Wetter ist der Hauptgrund“, sagt der Experte der Nachbarstadt, auf deren Boden die Zählstelle steht. Ausschlaggebend seien besonders Wochenenden insbesondere mit verlängernden Brückentagen. „Da waren einige im vergangenen Jahr schon verregnet.“ Insbesondere beim in diesem Jahr zum ersten Mal eingesetzten Wanderbus, bei dem die Entwicklung genau beobachtet werde, merke man diese Schwankungen. Dennoch sei ein so große Veränderung der Zahl nicht mit klimatischen Phänomenen erklärt. „Der Grundtrend ist der, dass es immer mehr Radfahrer werden“, sagt Leßke.

Von auswärts drängen immer mehr Menschen ins Bergische

Insbesondere von der Rhein-Schiene her drängten immer mehr Radfahrer über die Trasse ins Bergische Land. Mund-zu-Mund-Propaganda würden genauso zu dieser Entwicklung verhelfen wie Marketing-Maßnahmen. Auch regelmäßige Veranstaltungen wie das Trassenfest sorgten dafür, dass der Radweg immer mehr angenommen werde. Und nicht zuletzt seien es die steigenden Zahlen der E-Bikes, von denen aus Menschen bequem die Anstiege bewältigen können, die weitere Zuwächse in der Frequenz bescherten. Wie aus dem Hause Campana zu erfahren ist, ist jedes vierte Rad, dass das Geschäft an der Industriestraße verlässt, ein E-Bike. Keine Zahlen nennt der niederländische Hersteller Stella-Bikes, der sich im April an der Kölner Straße niedergelassen hat. Allerdings macht eine Sprecherin des Hauses keinen Hehl daraus, dass man sich etwas mehr von dem Burscheider Standort versprochen habe. Unter anderem die Baustelle der Trasse in Hilgen habe allerdings für einen zögerlichen Konsum gesorgt. Dennoch wolle man an dem Standort festhalten.

Mehr E-Bikes, mehr Radverkehr, mehr Unfälle? Gerade in der vergangenen Woche häuften sich die Meldungen über Stürze und Zusammenstöße unter anderem mit einer Schwerverletzten in Burscheid. Doch die Zahlen der Polizei besagen genau das Gegenteil: Gerade mal einen Unfall mehr mit E-Bikes (11) gab es bis Mitte August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Und die Unfallzahlen der Radunfälle insgesamt (ohne E-Bikes) sind sogar rückläufig. 115 mal nahmen die Beamten Zusammenstöße oder Stürze im selben obigen Zeitraum kreisweit auf den Straßen auf. Zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr waren es 136.

Gerade in den beiden vergangenen Monate wurde die Trasse am häufigsten frequentiert in den vergangenen drei Jahren: 16 730 Radler waren es im Juli, 16 563 im Juni dieses Jahres. Damit wurden dort im Juli statistisch 540 Radfahrer pro Tag gezählt.

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