Viel Applaus gab es am Wochenende für die jungen Talente der Kaltenherberger Heimatfreunde.

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Fabian Tilmans als Mäk (links) und Dominik Küpper als Murritz (rechts) ärgern Onkel Fritz (Sarah Witzel).

Fabian Tilmans als Mäk (links) und Dominik Küpper als Murritz (rechts) ärgern Onkel Fritz (Sarah Witzel).

Barbara Sarx

Fabian Tilmans als Mäk (links) und Dominik Küpper als Murritz (rechts) ärgern Onkel Fritz (Sarah Witzel).

Burscheid. Applaus ist das größte Kompliment, das man einem Künstler machen kann. Und mit Applaus wurden die Nachwuchs-Schauspieler der Kaltenherberger Heimatfreunde am Premierenabend im proppenvollen Haus der Kunst überschüttet. Gleich zwei Stücke hatte die Jugendgruppe vorbereitet und dabei nicht an Humor und Lokalkolorit gespart.

Mäk und Murritz haben es faustdick hinter den Ohren

Beim ersten Stück von "Mäk und Murritz", den beiden Lausbuben, die in Anlehnung an Wilhelm Buschs "Max und Moritz" Hilgen unsicher machten, stehen die ganz jungen Darsteller auf der Bühne. Fabian Tilmans als Mäk und Dominik Küpper als Murritz sehen den Originalen nicht nur ziemlich ähnlich, sie haben es auch genauso faustdick hinter den Ohren. "Wir mussten den Nachwuchs überhaupt nicht einweisen, das klappte von allein", erklärte Leiterin Waltraud Küpper dem amüsierten Publikum. So locken die Nachwuchsdarsteller mit frechen Sprüchen wie "Kumm e’rus, du Kappeskopp" den Schneider aus dem Haus, der prompt samt Steg ins Wasser kracht. Gleich drei kleinere Rollen durfte der erst vierjährige Mats Wahrmann übernehmen, der sich auf Anhieb in die Herzen der Zuschauer spielte.

Nach der Pause ging es in "Vatter gesöökt" auf eine Zeitreise in das Jahr 1962. Damals waren Petticoats in Mode und Bu’escheder Platt sozusagen Landessprache rund um das Café Schmidt. Erika (gespielt von Jill Hagenbeck), die Tochter der Wirtin Elli Schmidt (Constanze Meraner), soll ihren Auserwählten Joachim (Bastian Klabunde) heiraten. Das Problem: Die Braut kennt ihren Vater nicht. Aber im Tagebuch ihrer Mutter hat Erika drei potentielle Väter ausfindig gemacht, die 20 Jahre lang Alimente gezahlt haben und die sie nun zur Hochzeit einlädt.

"Wir mussten den Nachwuchs überhaupt nicht einweisen, das klappte von allein."

Waltraud Küpper

Es zeigt sich, dass keiner der Kandidaten der Richtige ist und stattdessen Milchmann Franz Steiner (Thorsten Winitzki) der Vater. Natürlich geht alles gut aus, Vater und Mutter geben sich das Jawort. Tochter Erika heiratet statt ihres Verlobten den "feurigen Italiener", Eiscafébesitzer Luigi (Simon Tillmann), der eigentlich nur die Hochzeitstorte liefern sollte. Auch musikalisch konnten die Nachwuchs-Darsteller überzeugen: Felix Schmitz spielte als Pastor Höller Klavier und Elli Schmidt sang live dazu den Abba-Hit "Mamma Mia". Ein amüsanter Abend also, der richtig gute Laune machte.

Zehn Kinder und 17 Jugendliche zählen zum festen Stamm der Jugend-Theatergruppe der Kaltenherberger Heimatfreunde. Beim Stück "Vatter gesöökt" standen mit Selina Heibach und Daniel Lanng zwei Neulinge auf der Bühne.

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