Aktiv für den Bienenschutz

Schüler der Gesamtschule Schlebusch helfen Bienengarten des Naturguts Ophoven auf Vordermann zu bringen.

Aktiv für den Bienenschutz
Foto: Hans-Martin Kochanek

Leverkusen. Die zwölfjährige Amelie und die 13-jährige Annika pflanzen Schleifenblumen und Steinkraut in die Ritzen der Trockenmauer. Im vergangenen Jahr wurde sie von den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Schlebusch angelegt, um für Wildbienen Wohnraum zu schaffen.

Beim diesjährigen Projekttag ging es darum, diese Natursteinmauer zu begrünen. Die Hilfe für die Bienen ist ein wichtiges Anliegen für Annika. „Es geht ja schließlich auch um unsere Zukunft“, erklärt sie, „denn die Bienen erfüllen eine wichtige Aufgabe. Sie bestäuben fast alle Blütenpflanzen“, erklärte sie.

Ein Drittel aller Früchte werde durch Honig- und Wildbienen befruchtet, ergänzt Lehrer und Imker Reinhold Glüsenkamp. Viele der hier lebenden Wildbienen seien aber vom Aussterben bedroht, so der Imker. „Deshalb ist es wichtig, für sie Wohnungen und Nahrung in unseren Gärten und Parks zu schaffen.“ Ganz nebenbei bieten die Mauern nicht nur Unterkunft für Bienen, sondern verschönern auch den Garten. „Die Trockenmauer ist ein sehr wichtiger Bereich des Wildbienenschutzes“, erklärte Glüsenkamp, denn die meisten Wildbienenarten leben zwischen Steinen und im Erdreich.

Insgesamt halfen zwanzig Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schlebusch in dieser Woche das Naturgut Ophoven in Sachen Bienenschutz auf Vordermann zu bringen. Neben der Trockenmauer, topften sie gemeinsam mit der Landschaftspflegerin Andrea Bolz-Küster junge Bienenbäume um und säten Blumen. Der Trachtkalender wurde entkrautet und die Schülerinnen und Schüler pflanzten auf dem Naturgut Ophoven und dem Baumparcour auf der Balkantrasse Saalweiden, ein wichtiger Trachtbaum für die Bienen.

Jedes Jahr verbringen die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfaches Naturwissenschaften der Gesamtschule Schlebusch einen Tag auf dem Naturgut Ophoven und engagieren sich für die Bienen. In der Schule haben sie bereits sehr viel Wissen angesammelt, das sie auch mit nach Hause tragen.

Der 13-jährige Luca konnte seine Eltern überzeugen, ihren Garten möglichst bienenfreundlich anzulegen. „Wir haben im vergangenen Jahr Apfel- und Bienenbäume im Garten angepflanzt und viele Blumen und Stauden, damit die Bienen genug Nahrung finden.“

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