Eine neue IHK-Studie zeigt die große Bedeutung von industriellem Einsatz von Energie.

Eine neue IHK-Studie zeigt die große Bedeutung von industriellem Einsatz von Energie.
Wohlstand und Beschäftigung hängen in der Region Köln maßgeblich von einer verlässlichen Energieversorgung ab.

Wohlstand und Beschäftigung hängen in der Region Köln maßgeblich von einer verlässlichen Energieversorgung ab.

dpa

Wohlstand und Beschäftigung hängen in der Region Köln maßgeblich von einer verlässlichen Energieversorgung ab.

Köln. Der industrielle Einsatz von Energie hat im IHK-Bezirk Köln eine deutlich größere Bedeutung als im Landes- und Bundesdurchschnitt. Insgesamt 37 000 Beschäftigte arbeiten in energieintensiven Industrien, der Umsatz liegt bei jährlich rund 14 Milliarden Euro und die Wertschöpfung beträgt drei Milliarden Euro. Durch enge, überregionale Verflechtungen bewirken die Unternehmen auf Landes- und Bundesebene teils eine Verdreifachung dieser Zahlen. Das zeigt eine neue Studie, die die IHK Köln gemeinsam mit den IHKs Aachen und Mittlerer Niederrhein in Auftrag gegeben hat. „Wohlstand und Beschäftigung hängen in unserer Region in besonderem Maße von einer verlässlichen und wettbewerbsfähigen Energieversorgung ab“, sagt Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin Innovation und Umwelt der IHK Köln.

Weitreichende Effekte - lokal und landesweit

Wie die Studienergebnisse zeigen, gehen rund 64 Prozent des Gesamtumsatzes und 57 Prozent der Wertschöpfung in den energieintensiven Industrien im IHK-Bezirk Köln auf die Chemieindustrie zurück. Der Schwerpunkt liegt in der besonders stromintensiven Grundstoffchemie, zum Beispiel der Chlorherstellung. Weitere zentrale Branchen sind die Nahrungs- und Futtermittelindustrie und Gießereien. Energieintensive Unternehmen sind wesentlicher Teil regional- und gesamtwirtschaftlich bedeutsamer Wertschöpfungsketten. Diese erstrecken sich über weitere Unternehmen und Beschäftigte in der Region, in ganz NRW und im übrigen Bundesgebiet. Für die Wertschöpfung wird eine Vielzahl von Arbeitskräften benötigt: Im IHK-Bezirk Köln arbeiten rund 37 000 direkt Beschäftigte in energieintensiven Industrien.

Die Daten belegen die große Bedeutung der energieintensiven Industrien für die regionale Wirtschaft: Auf drei Beschäftigte kommt ein weiterer Arbeitsplatz direkt vor Ort hinzu. Vier Euro Umsatz generieren zusätzlich einen Euro in der Region. Und die Wertschöpfung erhöht sich sogar um 30 Prozent. Diese zusätzlich erzielten Wirkungen der energieintensiven Industrien des IHK-Bezirks Köln sind mit Blick auf NRW-Landesebene noch größer: Der Umsatz verdoppelt sich entlang der Wertschöpfungsketten von rund 14 Milliarden Euro vor Ort auf 29 Milliarden Euro in NRW. Die Bruttowertschöpfung verdreifacht sich sogar nahezu; drei Milliarden Euro in der Region erzeugen acht Milliarden Euro in NRW. Gleiches gilt für die Beschäftigung: Die 37 000 Beschäftigten im IHK-Bezirk Köln ermöglichen im Land rund 100 000 Arbeitsplätze.

Neben der Beschäftigung sowie den eingesetzten Maschinen und Ausrüstungen ist Strom der bedeutendste Produktionsfaktor für die Unternehmen. In einer eng verflochtenen Wirtschaft beeinflussen die Energiepreise ganze industrielle Wertschöpfungsnetzwerke. In den energieintensiven Industrien im IHK-Bezirk Köln werden über 7200 Gigawattstunden verbraucht. Dies entspricht rund drei Prozent des industriellen Gesamtverbrauchs in Deutschland.

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