Vor ihrem Turnierstart brachte Maja Halfmann zu viel auf die Waage und musste deshalb eine Gewichtsklasse höher als geplant an den Start gehen. Doch auch dort holte sie die Bronzemedaille.

Maja Halfmann (mit rotem Gurt) erreichte im ersten Judoturnier nach der Sommerpause den dritten Platz.
Maja Halfmann (mit rotem Gurt) erreichte im ersten Judoturnier nach der Sommerpause den dritten Platz.

Maja Halfmann (mit rotem Gurt) erreichte im ersten Judoturnier nach der Sommerpause den dritten Platz.

Ralf Paarmann

Maja Halfmann (mit rotem Gurt) erreichte im ersten Judoturnier nach der Sommerpause den dritten Platz.

Burscheid. Das erste Judoturnier nach der Sommerpause fand für die zwölfjährige Maja Halfmann von der Burscheider Turngemeinde direkt auf Landesebene statt. Knapp 400 Teilnehmer begrüßte der TSV Viktoria Mülheim am Wochenende zum Landessichtungsturnier der Altersklassen U14 und U17. Auf dieser Veranstaltung trafen sich die Judoka, die im kommenden Jahr bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften um die begehrten Medaillen kämpfen wollen.

Der erste Schock für Halfmann kam schon beim Wiegen. In ihrer Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm lag Halfmann mit 100 Gramm über der Toleranzgrenze von 52,1 Kilogramm. Auch ein 20-minütiges Intensivtraining brachte nicht die gewünschte Gewichtsabnahme, so dass die junge Burscheiderin sich zum ersten Mal in der Klasse bis 57 Kilogramm beweisen musste.

In zwei Gruppen wurde im Doppel-K.O.-Verfahren gekämpft. Als Test kamen erstmals auf Landesebene die Care-Systeme zum Einsatz, bei denen zwei Kampfrichter am Tisch die Möglichkeit haben, die Kampfszenen per Video zu analysieren und gegebenenfalls die Entscheidungen des Unparteiischen auf der Matte zu korrigieren.

Den ersten Kampf entschied Maja Halfmann schnell für sich

In ihrem ersten Kampf stand Halfmann einer Athletin der TG Münster gegenüber. Dieses Duell konnte die Burscheiderin bereits nach wenigen Sekunden für sich entscheiden. In der zweiten Begegnung ging es gegen die Turnierfavoritin und amtierende Westdeutsche Meisterin vom Dortmunder Budo SV. In einem ausgeglichenen Kampf konnte Halfmann zunächst mit einer Wertung in Führung gehen. Nachdem beide Kämpferinnen einen Shido (Strafe) für abgebeugtes Kämpfen auf ihr Konto bekamen, konterte die Dortmunderin und entschied den Kampf für sich. Nach dieser Niederlage ging es für die Burscheiderin nur noch um den dritten Platz.

Mit etwas Wut im Bauch ließ Halfmann ihrer Baumberger Kontrahentin im kleinen Finale keine Chance. Nach wenigen Sekunden war der Kampf vorbei, so dass Halfmann ihre erste Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm in Empfang nehmen konnte.

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