9600 Lehrlinge weniger eingestellt

Berlin. Die Zahl der Ausbildungsverträge ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Mit 616 300 Lehrstellen wurden 9600 weniger besetzt als im Vorjahr, teilten Arbeitgeber und Bundesregierung am Montag in Berlin mit. Derzeit seien noch knapp 6000 Bewerber aus dem Vorjahr als unversorgt gemeldet. Ihnen stünden noch ausreichend Angebote zur Verfügung.

Die Wirtschaft schuf 2008 rund 86 500 neue Plätze - damit wurden die Zusagen übertroffen, im Ausbildungspakt jährlich 60 000 Lehrstellen neu zu schaffen. Der zuletzt positive Trend wurde bei deutlichem Bewerberrückgang aber nicht fortgesetzt. Die Zahl der zu Beginn des Ausbildungsjahrs Ende September noch unversorgten Bewerber halbierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 29 100 auf 14 500. Bis Januar fanden nochmals 8500 Bewerber einen Platz.

Trotz Rezession würden viele Betriebe ihr Engagement fortführen und Fachkräfte ausbilden, hieß es. Allerdings betonten Regierung, Verbände und Bundesagentur für Arbeit: "Je länger Deutschland sich in der Rezession befinden wird, desto größer werden die Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt im Jahr 2009 sein". Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) kündigte an: "Die Bundesregierung will sich im neuen Ausbildungsjahr noch stärker um diejenigen Jugendlichen kümmern, die es schwer haben auf dem Ausbildungsmarkt."

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