Yellen war bislang Bernankes Stellvertreterin. US-Präsident Barack Obama hatte sie im Oktober nominiert. Foto: Jim Lo Scalzo
Yellen war bislang Bernankes Stellvertreterin. US-Präsident Barack Obama hatte sie im Oktober nominiert. Foto: Jim Lo Scalzo

Yellen war bislang Bernankes Stellvertreterin. US-Präsident Barack Obama hatte sie im Oktober nominiert. Foto: Jim Lo Scalzo

dpa

Yellen war bislang Bernankes Stellvertreterin. US-Präsident Barack Obama hatte sie im Oktober nominiert. Foto: Jim Lo Scalzo

Washington (dpa) - Die Volkswirtin Janet Yellen hat offiziell ihr Amt als neue Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angetreten. Die 67-Jährige wurde am Montag in Washington feierlich im Sitzungssaal des Gouverneursrates vereidigt.

Sie ist die erste Frau auf dem Posten in der 100-jährigen Geschichte der mächtigen Zentralbank. Yellen übernimmt das Amt von Ben Bernanke, dessen Vertrag am vergangenen Freitag nach acht Jahren ausgelaufen war.

An der Zeremonie nahmen hochrangige Vertreter der Zentralbank sowie Yellens Ehemann, der Wirtschaftsnobelpreisträger George Akerloff, teil. Eine Ansprache hielt sie nicht. Die gebürtige New Yorkerin war bislang Bernankes Stellvertreterin. Experten erwarten, dass sie seinen Kurs fortsetzt.

Derzeit reduziert die Fed schrittweise ihre milliardenschweren Käufe von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren. Dies wird als langsamer Ausstieg aus der Politik des extrem lockeren Geldes verstanden, die nach der Wirtschaftskrise ergriffen wurde. Der Leitzins hingegen bleibt auf dem historischen Tiefstand zwischen null und 0,25 Prozent - bis die Konjunktur deutlich stabiler ist.

US-Präsident Barack Obama hatte die Ex-Wirtschaftsprofessorin im Oktober vergangenen Jahres nominiert, nachdem sein Wunschkandidat Larry Summers nach erheblichem Wiederstand seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Der Senat hatte ihrer Berufung im Januar mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Ihre erste Amtszeit läuft bis zum 3. Februar 2018, kann aber jederzeit verlängert werden.

Bernanke hat derweil beim renommierten Washingtoner Institut Brookings angeheuert, wie am Montag bekannt wurde. In der Wirtschaftsabteilung des Thinktanks solle bei der Aufarbeitung der jüngsten schweren Wirtschaftskrise mithelfen. Da er als Fed-Chef an vorderster Front gestanden habe, sei er für die Aufgabe perfekt geeignet, teilte Brookings mit.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer