VW-Chef Martin Winterkorn bleibt nach Medieninformationen bis 2016 beim Konzern.
VW-Chef Martin Winterkorn bleibt nach Medieninformationen bis 2016 beim Konzern.

VW-Chef Martin Winterkorn bleibt nach Medieninformationen bis 2016 beim Konzern.

dpa

VW-Chef Martin Winterkorn bleibt nach Medieninformationen bis 2016 beim Konzern.

Hamburg/Wolfsburg (dpa) - VW-Chef Martin Winterkorn soll den Weg von Europas größten Autohersteller an die Weltspitze deutlich länger vorantreiben als bisher bekannt.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» haben sich die Aufsichtsräte jüngst darauf verständigt, Winterkorns Ende 2011 auslaufenden Vertrag Anfang des nächsten Jahres um fünf Jahre bis Ende 2016 zu verlängern. Die Volkswagen AG wollte den «Spiegel»-Bericht am Samstag nicht kommentieren. Der VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, der sich schon früher für eine Vertragsverlängerung für Winterkorn ausgesprochen hatte, wollte sich auf dpa-Anfrage nicht dazu äußern.

Der 63-jährige Winterkorn ist seit Anfang 2007 VW-Chef und lenkte zuvor die VW-Tochter Audi. Er gilt als enger Vertrauter des mächtigen Aufsichtsratsvorsitzenden und früheren VW-Chefs Ferdinand Piëch. Dass Winterkorn bis über das übliche Rentenalter hinaus an der VW-Spitze bleibt, gilt seit längerem als ausgemachte Sache. Piëch wurde im Oktober mit Blick auf die Personalie Winterkorn mit den Worten zitiert, er habe früher seine Manager mit 65 in Pension geschickt, aber jetzt sei er schlauer.

Neu ist, dass Winterkorns Vertrag gleich um fünf Jahre bis über seinen 69. Geburtstag hinaus verlängert werden soll. Bislang war nur von drei oder vier Jahren die Rede. Nach dpa-Informationen aus Aufsichtsratskreisen wird das Kontrollgremium die Personalie im Januar beschließen.

Hintergrund sind die ambitionierten Pläne von Volkswagen. Derzeit muss vor allem die Integration des Sportwagenbauers Porsche in den Konzernverbund vorangetrieben werden. Außerdem sind neue Fabriken in China, den USA und Indien geplant. Zudem strebt VW bis 2018 an die Weltspitze. Bislang sind die Wolfsburger Nummer drei hinter dem zuletzt schwächelnden japanischen Autobauer Toyota und dem erst vor kurzem neu an der Börse gestarteten US-Autoriesen General Motors. Toyota abzulösen, hatte Winterkorn unlängst als «Kraftakt» bezeichnet. Sämtliche Pläne seien «keine Selbstläufer».

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