Sparmodelle schaden dem deutschen Fiskus und beeinträchtigen den Wettbewerb.

Steuern
Große US-Unternehmen wie Google, Facebook, Starbucks oder auch Apple verstehen es, auf einen Steuersatz von teilweise unter drei Prozent zu kommen, rechnete die „Süddeutsche Zeitung“ kürzlich vor.

Große US-Unternehmen wie Google, Facebook, Starbucks oder auch Apple verstehen es, auf einen Steuersatz von teilweise unter drei Prozent zu kommen, rechnete die „Süddeutsche Zeitung“ kürzlich vor.

Große US-Unternehmen wie Google, Facebook, Starbucks oder auch Apple verstehen es, auf einen Steuersatz von teilweise unter drei Prozent zu kommen, rechnete die „Süddeutsche Zeitung“ kürzlich vor.

Große US-Unternehmen wie Google, Facebook, Starbucks oder auch Apple verstehen es, auf einen Steuersatz von teilweise unter drei Prozent zu kommen, rechnete die „Süddeutsche Zeitung“ kürzlich vor.

Große US-Unternehmen wie Google, Facebook, Starbucks oder auch Apple verstehen es, auf einen Steuersatz von teilweise unter drei Prozent zu kommen, rechnete die „Süddeutsche Zeitung“ kürzlich vor.

dpa, Bild 1 von 4

Große US-Unternehmen wie Google, Facebook, Starbucks oder auch Apple verstehen es, auf einen Steuersatz von teilweise unter drei Prozent zu kommen, rechnete die „Süddeutsche Zeitung“ kürzlich vor.

Düsseldorf. Schwärmt eine internationale Steuerberaterkanzlei von „Double Irish & Dutch Sandwich“, so will sie ihrer Mandantschaft nicht etwa ein Essen servieren, sondern viel mehr: Steuerersparnisse in Millionenhöhe.

Experte spricht von „unfähigem deutschen Gesetzgeber“

Wie US-Großkonzerne wie Google, Facebook, Apple oder Starbucks das schaffen, beschreiben die Steuerexperten auf ihrer Internetseite vereinfacht so: Das Ziel ist es, die Gewinne außerhalb der USA zu machen.

Dort werden sie gleichzeitig durch Beteiligung an den in den USA entstehenden Kosten so geschmälert, dass auch in Deutschland nur geringe Steuerlasten anfallen. Bei der Konstruktion „Double Irish mit Dutch Sandwich“ werden zunächst im Niedrigunternehmenssteuerland Irland zwei Firmen gegründet. Eine hat ihren Sitz in einem Steuerparadies auf den Cayman Inseln. Damit die Geldtransfers zwischen den Tochterfirmen steuerfrei ablaufen, wird das Geld über eine holländische Tochterfirma geschickt.

Wie viel Steuern ausländische Großkonzerne so oder auf ähnliche Weise sparen, weiß auch Lorenz Jarass (Foto) nicht. „Die Zahlen gibt es nicht, weil sie in Deutschland nicht veröffentlichen müssen“, sagt der Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule in Wiesbaden. „Die Firmen sind nicht böse, sondern nutzen nur legale steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten aus“, sagt Jarass. „Es geht hier vielmehr um den unfähigen deutschen Gesetzgeber.“

Warum der Mittelständler gegen den Möbelriesen verlieren muss

In seinem mit Gustav Obermair verfassten Buch „Steuermaßnahmen zur nachhaltigen Staatsfinanzierung“ (MV-Verlag, siehe Link unten) beschreiben die Autoren die Folgen, die die Steuervermeidung durch Großkonzerne für mittelständische Konkurrenz haben – am Beispiel eines Familien-Möbelbetriebes, der gegen eine internationale Möbelkette kaum eine Chance hat.

Anders als der weitgehend eigenkapitalfinanzierte Betrieb, der vom Gewinn ein Drittel als Einkommen- und Gewerbesteuer zu entrichten hat, kann die Möbelkette sich über Schuldzinsen und Lizenzgebühren an die Heimat-Holding armrechnen und mit minimaler Steuerbelastung kalkulieren. Auch Lizenzgebühren bleiben im Ausland weitgehend unbesteuert – mit Hilfe von Konstruktionen wie „Double Irish“.

„Wie lange wird der Familienbetrieb diesen vom deutschen Gesetzgeber herbeigeführten unfairen Wettbewerb wohl durchhalten?“, fragt Jarass. Er betont, dass Deutschland nicht auf die EU warten muss. „Der Gesetzgeber könnte sofort handeln, indem er sich nicht mehr darauf einlässt, dass ausländische Konzerne ihre hier erzielten Gewinne in Bilanzen des Mutterkonzerns verstecken.“

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