Das für die Branche sehr wichtige Weihnachtsgeschäft war im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 89,8 Milliarden Euro unter den Erwartungen geblieben. Foto: Bodo Marks
Das für die Branche sehr wichtige Weihnachtsgeschäft war im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 89,8 Milliarden Euro unter den Erwartungen geblieben. Foto: Bodo Marks

Das für die Branche sehr wichtige Weihnachtsgeschäft war im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 89,8 Milliarden Euro unter den Erwartungen geblieben. Foto: Bodo Marks

dpa

Das für die Branche sehr wichtige Weihnachtsgeschäft war im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 89,8 Milliarden Euro unter den Erwartungen geblieben. Foto: Bodo Marks

Berlin/Wiesbaden (dpa) - Die Deutschen werden nach einer Branchenprognose auch in diesem Jahr mehr Geld im Handel ausgeben - auch wenn das Dezembergeschäft nicht so gut lief wie erwartet.

Der Umsatz werde nominal um zwei Prozent auf rund 492 Milliarden Euro zulegen, sagte der Handelsverband Deutschland (HDE) voraus. Im Vorjahr hatte das Plus zu jeweiligen Preisen nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2,2 Prozent betragen.

Besonders stark werde in diesem Jahr mit elf Prozent wieder der Online-Handel zulegen, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. «Das setzt traditionelle Handelsstandorte wie die Innenstädte zunehmend unter Druck.» Notwendig seien mehr Planungssicherheit bei Sonntagsöffnungen und Anstrengungen, die Innenstädte attraktiver zu gestalten.

Das für die Branche sehr wichtige Weihnachtsgeschäft war im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 89,8 Milliarden Euro unter den Erwartungen geblieben. Das entsprach zwar nach HDE-Zahlen einem Zuwachs von 2,4 Prozent. Der Verband hatte aber mehr als 90 Milliarden Euro angestrebt.

Die Ursache ist nicht ganz klar. Nach dem Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche seien nach Beobachtungen der Händler weniger Menschen auf Weihnachtsmärkte gegangen - sonst ein klassischer Umsatzbringer für umliegende Geschäfte. «Das mag ein Grund gewesen sein, aber sicher nicht der Hauptgrund», sagte Genth. Er verwies auch darauf, dass im Dezember der Online-Handel das geringste monatliche Wachstum des Jahres verbuchte.

Insgesamt setzten die Geschäfte im Dezember zu unveränderten Preisen 1,1 Prozent weniger um als im Dezember 2015, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Nur auf der Grundlage deutlich höherer Preise (+1,8 Prozent) klingelte letztlich doch noch etwas mehr Geld (+0,6 Prozent nominal) in den Kassen als ein Jahr vorher. Genth führte das auch darauf zurück, dass Online-Händler inzwischen mit Rabattaktionen wie «Cyber Monday» und «Black Friday» viel Umsatz in den November zögen.

Das positive Gesamtjahr konnte der Dezember aber nur noch wenig trüben. 2016 setzten die Händler preisbereinigt 1,6 Prozent und zu aktuellen Preisen 2,2 Prozent mehr um als im Jahr zuvor. Das war das siebte Jahr in Folge mit Umsatzzuwächsen in beiden Kategorien.

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