Vattenfall
Warnstreik vor dem ehemaligen Vattenfall-Hauptverwaltung in Berlin.

Warnstreik vor dem ehemaligen Vattenfall-Hauptverwaltung in Berlin.

dpa

Warnstreik vor dem ehemaligen Vattenfall-Hauptverwaltung in Berlin.

Berlin/Hamburg (dpa) - Mit mehrstündigen Warnstreiks haben tausende Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall Europe am Donnerstag ihre Forderung nach mehr Geld untermauert.

Nach Angaben der Gewerkschaften Verdi, IG Metall und IG BCE legten Vattenfall-Mitarbeiter in Berlin und Hamburg sowie am Tagebau Welzow-Süd (Brandenburg) und am Kraftwerk Lippendorf bei Leipzig vorübergehend die Arbeit nieder. Allein in Berlin kamen laut Verdi etwa 3000 Menschen zu einer Kundgebung zusammen. In Hamburg demonstrierten rund 2500 Beschäftigte aus den Werken Brunsbüttel, Hamburg, Krümmel, Moorburg und Wedel.

Insgesamt hatten die Gewerkschaften rund 10 000 Beschäftigte zu den Aktionen aufgerufen. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für die bundesweit 17 000 Beschäftigten, die im Dezember begannen. Die IG Metall und Verdi fordern 6,5 Prozent mehr Geld. Bislang habe es kein verhandelbares Angebot der Arbeitgeber gegeben, monierten die Gewerkschaften.

Deshalb solle noch einmal Druck gemacht werden, bevor an diesem Freitag in Berlin erneut verhandelt wird. «Trotz gesunder wirtschaftlicher Rahmendaten des Vattenfall- Konzerns setzen die Arbeitgeber offensichtlich auf Konfrontation», sagte der Konzernbetriebsratsvorsitzende Rainer Kruppa in Hamburg. Vattenfall erklärte, die Arbeitgeberseite werde auf die Gewerkschaften zugehen.

Der Konzern sehe den weiteren Verhandlungen trotz der Warnstreiks positiv entgegen. Die Gewerkschaften hätten in den ersten beiden Runden die Verhandlungsangebote von Vattenfall zurückgewiesen.

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