Regierung rechnet trotz Schuldenkrise mit Wachstum.

Rösler zum Jahreswirtschaftsbericht 2012
Philipp Rösler mit dem neuen Wirtschaftsbericht.

Philipp Rösler mit dem neuen Wirtschaftsbericht.

Stephanie Pilick

Philipp Rösler mit dem neuen Wirtschaftsbericht.

Berlin. Ungeachtet einer massiven Warnung der Weltbank vor einer Rezession in Europa hält die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht an einer gemäßigt optimistischen Wachstumsprognose fest. „Deutschland steht gut da. Unsere Wirtschaft ist robust“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) in Berlin. Das Land bleibe „Anker für Stabilität und Wachstum in Europa“. Die Bundesregierung erwarte für 2012 mit einem Plus von 0,7 Prozent eine „konjunkturelle Seitwärtsbewegung“. 2013 werde man die Marke von 1,6 Prozent erreichen.

Die Wirtschaft der Eurozone wird der Weltbank-Prognose zufolge in diesem Jahr um 0,3 Prozent schrumpfen und dann 2013 wieder leicht um 1,1 Prozent wachsen. Im Juni war noch von einem Eurozonen-Plus von 1,8 Prozent für 2012 die Rede gewesen. Auch Schwellen- und Entwicklungsländer wie China und Indien – sonst Wachstumslokomotiven – müssten satte Abstriche hinnehmen.

Rösler, der von einem Wirtschaftszuwachs von 0,1 Prozent für das erste Quartal ausgeht, sieht dagegen zwar eine „konjunkturelle Delle“, äußerte sich aber zufrieden mit der Entwicklungsperspektive. Als „größtes Risiko“ nannte er die Entwicklung der Finanzmärkte, besonders in der Euro-Zone.

Rösler: Die Arbeitslosigkeit sinkt auf 6,8 Prozent

Die Regierung rechnet ungeachtet aller Risiken für 2012 mit einer niedrigen Arbeitslosigkeit und einem Rekord bei der Beschäftigtenzahl. Nach internen Prognosen geht man davon aus, dass die Beschäftigtenzahl um 220 000 Menschen auf 41,3 Millionen steigen wird. Die Arbeitslosenquote werde von 7,1 auf 6,8 Prozent sinken. Für das Folgejahr rechnet die Koalition mit 6,7 Prozent. Das wäre der niedrigste Wert seit 20 Jahren. Rösler gab auch eine Prognose zur Preissteigerungsrate ab, die bei 1,8 Prozent liegen werde.

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