Rolf Eckers
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Sergej Lepke

Rolf Eckers

Eine Milliarde Euro Bußgeld zahlt der Volkswagen- Konzern. Klingt viel, ist es aber nicht. VW hat seine Kunden mit Vorsatz und über viele Jahre hinweg getäuscht. Mit manipulierten Motoren. Millionenfach. Dabei geht es nicht um das Ausnutzen gesetzlicher Lücken, sondern um systematischen Betrug. In den USA führte das zu Strafzahlungen an den Staat und Entschädigungen für die Autofahrer. Rund 25 Milliarden Euro musste der Konzern zahlen. Hierzulande handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Wie Falschparken. Eine Farce. An der Börse wurde die eine Milliarde mit einem mäßig interessierten Lächeln und steigenden Kursen quittiert.

Im vergangenen Jahr hat VW mehr als elf Milliarden Euro verdient – nach Steuern. Nichts zu erwarten haben die geprellten Besitzer von manipulierten VW-Dieselautos. Sie haben durch die Betrugssoftware massive Wertverluste ihrer Fahrzeuge erlitten. Entschädigung? Fehlanzeige! Weder VW noch die anderen Hersteller, denen Abgas-Manipulationen nachgewiesen wurden, sind dazu bereit. Statt kriminelle Machenschaften einzugestehen und radikal mit dieser Firmenpolitik zu brechen, verweisen die Chefs auf Fehler einzelner Mitarbeiter. So fährt Deutschlands Vorzeigebranche dem Abgrund entgegen.

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