Kobold und Thermomix bringen dem Wuppertaler Unternehmen den Erfolg.

Bilanz
Die persönlich haftenden Gesellschafter (v.l.) Walter Muyres, Reiner Strecker und Frank van Oers.

Die persönlich haftenden Gesellschafter (v.l.) Walter Muyres, Reiner Strecker und Frank van Oers.

Vorwerk

Die persönlich haftenden Gesellschafter (v.l.) Walter Muyres, Reiner Strecker und Frank van Oers.

Wuppertal. Das Wuppertaler Familienunternehmen Vorwerk & Co. KG ist 2013 im vierten Jahr in Folge gewachsen. Und auch das erste Quartal des laufenden Jahres deutet darauf hin, dass ein fünftes Rekordjahr folgen wird. Der Hersteller der weltbekannten Haushaltsgeräte Thermomix (Kochen) und Kobold (Staubsauger) hat 2013 gut 2,6 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einer Steigerung von 5,8 Prozent. Der Ertrag sei in einem ähnlichen Umfang gestiegen, sagte Reiner Strecker, persönlich haftender Gesellschafter, gestern in Düsseldorf. Genauere Angaben machte er traditionell nicht.

Offener äußerten er und sein Kollege Walter Muyres sich über die Säulen des Erfolges der 130 Jahre alten Vorwerk-Gruppe. Die hat in jüngerer Vergangenheit auf Diversifizierung gesetzt. Das heißt, zum traditionellen Geschäft mit hochwertigen Teppichböden und Haushaltsgeräten gesellen sich etwa auch Jafra Cosmetics.

Das Teppichgeschäft hat Vorwerk mit dem Zukauf von Nordpfeil in Geesthacht erweitert. Nordpfleil beliefert den Großhandel mit Bodenbelägen. Mit gut 1,6 Milliarden Euro Hauptumsatzbringer sind und bleiben bei Vorwerk aber die Haushaltsgeräte Kobold und Thermomix. Für deren Vertrieb setzt das Unternehmen auch in Zukunft in erster Linie auf Direktvertrieb. „Davon sind wir überzeugt, weil erklärungsbedürftige Produkte das brauchen. Der personengestützte Direktvertrieb bleibt der Mittelpunkt unseres Geschäftes“, so Muyres.

Für den Thermomix ist eine intensive Beratung notwendig

Dennoch will Vorwerk sein Vertriebskonzept zunehmend um den Direktverkauf ergänzen. Bis Ende des Jahres soll es 33 Vorwerkshops in Deutschland geben. Bis Ende 2016 sind 80 Shops geplant. Einige Produkte und Zubehörteile sind mittlerweile auch im Online-Handel von Vorwerk zu beziehen.

Das gilt aber nicht für den Thermomix. „Die Kunden sollen damit ja nicht nur Eierlikör herstellen. Das ist das einfachste Rezept“, sagte Muyres. Um die Möglichkeiten des etwa 1000 Euro teuren Gerätes ausschöpfen zu können, sei eine intensive Beratung notwendig.

Die 1883 gegründete Vorwerk-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Wuppertal.

Vorwerk beschäftigt mehr als 12 000 Leute fest und verfügt weltweit über fast 620 000 Berater.

Vorwerk hat 2013 insgesamt 2,639 Milliarden Euro umgesetzt, 5,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Diese Beratungsarbeit für den Umgang mit Kobold-Staubsaugern und Thermomix-Küchenmaschinen leisten derzeit etwa 620 000 freiberufliche Berater für Vorwerk. Deren Zahl soll weiter wachsen. Das gilt aber auch für die Zahl der festbeschäftigten Mitarbeiter, die Vorwerk mit 12 545 angibt. „Als Familienunternehmen ist es unser Ziel, langfristig profitabel zu wachsen“, sagte Reiner Strecker. Das sei Vorwerk zuletzt durch organisches Wachstum und durch Zukäufe gelungen. „Die Vorwerk & Co. KG hat ihren Umsatz in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.“

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