Mitarbeiter im Volkswagen-Werk in Nanjing; nahe Shanghai, China, arbeiten an Karosserien einer Passat-Limousine für den chinesischen Markt. Foto: Heiko Lossie
Mitarbeiter im Volkswagen-Werk in Nanjing; nahe Shanghai, China, arbeiten an Karosserien einer Passat-Limousine für den chinesischen Markt. Foto: Heiko Lossie

Mitarbeiter im Volkswagen-Werk in Nanjing; nahe Shanghai, China, arbeiten an Karosserien einer Passat-Limousine für den chinesischen Markt. Foto: Heiko Lossie

dpa

Mitarbeiter im Volkswagen-Werk in Nanjing; nahe Shanghai, China, arbeiten an Karosserien einer Passat-Limousine für den chinesischen Markt. Foto: Heiko Lossie

Peking (dpa) - Der Volkswagen-Konzern hat im vergangenen Jahr in China erstmals mehr als zwei Millionen Autos verkauft. Der Absatz stieg um 17,7 Prozent auf 2,26 Millionen, wie Europas größter Autobauer am Freitag in Peking berichtete.

Die Aussichten auf dem größten Automarkt der Welt seien weiter gut, doch werde mit einer Abkühlung gerechnet. «Auch wenn wir schwierigere Bedingungen für die Autoindustrie erwarten, wollen wir unsere führende Marktposition behaupten», sagte China-Chef Karl Thomas Neumann.

Die Marke Volkswagen steigerte ihren Absatz 2011 um 13,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,72 Millionen Autos. Audi konnte mit 313 000 Auslieferungen sogar einen Zuwachs von 37 Prozent verbuchen. Erstmals verkaufte die Marke Skoda in China mehr als 200 000 Autos. Am besten lief das Modell Octavia mit mehr als 120 000 Auslieferungen an Kunden.

Nach dem Erfolg seiner Strategie im Süden Chinas, wo Volkswagen seinen Wettbewerbern Marktanteile abnehmen konnte, will sich das Unternehmen jetzt stärker auf die westlichen Regionen des Riesenreichs konzentrieren. Besonders für die Expansion im ländlichen Raum gebe es noch «großes Potenzial», sagte VW-Landeschef Neumann. Um die westlichen Provinzen besser abzudecken, hat Volkswagen bereits in der südwestchinesischen Stadt Chengdu eine Fabrik eröffnet.

Trotz des gebremsten Wachstums nach zwei Boom-Jahren in China rechnet Neumann weiter mit acht Prozent Zuwachs des chinesischen Personenwagenmarktes. Die Volkswagen-Gruppe hat sich als Ziel gesetzt, schneller als der Gesamtmarkt zu wachsen.

Die beiden VW-Gemeinschaftsunternehmen in Shanghai und Changchun wollen bis 2016 rund 14 Milliarden Euro investieren, um Kapazitäten auszubauen und neue umweltfreundliche Modelle nach China zu bringen. Im vergangenen Jahr stieß Volkswagen an seine Kapazitätsgrenzen und konnte gar nicht so schnell produzieren wie verkaufen. Vor einer Woche hatte Volkswagen den Bau eines neuen Werkes in Ningbo in der Provinz Zhejiang in Ostchina angekündigt, das bis 2014 fertiggestellt sein soll.

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