Montage eines Schiffsantriebs bei der Firma Voith Turbo in Heidenheim an der Brenz.
Montage eines Schiffsantriebs bei der Firma Voith Turbo in Heidenheim an der Brenz.

Montage eines Schiffsantriebs bei der Firma Voith Turbo in Heidenheim an der Brenz.

dpa

Montage eines Schiffsantriebs bei der Firma Voith Turbo in Heidenheim an der Brenz.

Stuttgart/Heidenheim (dpa) - Der Anlagenbauer Voith setzt sich ehrgeizige Ziele. Das Unternehmen werde voraussichtlich in den nächsten Jahren im Schnitt die Erlöse um etwa 7,5 Prozent steigern, sagte Voith-Chef Hubert Lienhard am Donnerstag in Stuttgart.

«Voith wird 2015 nicht nur erheblich größer sein als heute, sondern auch deutlich profitabler», so Lienhard. Auch für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 geht der Unternehmenschef von spürbaren Zuwächsen bei Gewinn und Umsatz aus. «Wir sind zuversichtlich, dass wir ein gutes Jahr vor uns haben. Das Wachstumstempo im Konzern wird steigen», sagte Lienhard. «Wir liegen gut im Rennen.» Im Oktober und November seien Bestellungen mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro eingegangen.

Rückenwind erwartet das Heidenheimer Unternehmen vor allem auf den boomenden asiatischen Märkten und in Lateinamerika. Die Herausforderung für Voith werde sein, mit dem massiven Wachstum in diesen Regionen Schritt zu halten und schnell genug mit Innovationen auf dem Markt zu sein, sagte Lienhard.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 steigerte das Unternehmen den Gewinn um 58 Prozent auf 121 Millionen Euro. Die Erlöse wuchsen um zwei Prozent auf den Rekordwert von 5,2 Milliarden Euro. Auch die Auftragsbücher füllten sich: Die Bestellungen legten um sieben Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zu.

Voith komme gestärkt aus der Krise, sagte Lienhard. Grund dafür sei, dass Voith breit aufgestellt sei und nicht von einer einzelnen Branche oder Region abhängig sei. «Wir sind bestens vorbereitet, um nun die Chancen der wirtschaftlichen Erholung zu ergreifen.»

Auch die Belegschaft hat Voith im abgelaufenen Geschäftsjahr nach herben Einschnitten in der Vergangenheit wieder leicht aufgestockt. Ende September arbeiteten weltweit 39 754 Mitarbeiter für das Unternehmen, 425 mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland stagnierte die Beschäftigtenzahl bei knapp 16 800. Für die nächsten Monate geht das Unternehmen von einem weiteren Beschäftigungsaufbau aus - vor allem in Asien. Zahlen nannte Lienhard aber nicht.

Während der Krise (Geschäftsjahr 2008/09) hatte Voith mehr 3600 Arbeitsplätze abgebaut, den Großteil davon in Europa. Insgesamt hat das Unternehmen in den vergangenen beiden Geschäftsjahren 111 Millionen Euro in die Restrukturierung gesteckt.

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