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Die Lufthansa streitet gleich mit zwei Gewerkschaften. Foto: Malte Christians

Die Lufthansa streitet gleich mit zwei Gewerkschaften. Foto: Malte Christians

dpa

Die Lufthansa streitet gleich mit zwei Gewerkschaften. Foto: Malte Christians

Frankfurt/Main (dpa) - Die Tarifverhandlungen für rund 33 000 Lufthansa-Beschäftigte sind am Montag in die vierte Runde gegangen. Eine Woche nach dem Warnstreik kamen die Delegationen des Unternehmens und der Gewerkschaft Verdi in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt zusammen.

Die Gespräche verliefen in einer konstruktiven Atmosphäre, wie es in Verhandlungskreisen hieß. Details drangen zunächst nicht nach außen. Verdi hat von der Lufthansa ein neues Angebot verlangt und andernfalls mit weiteren Ausständen gedroht.

Vor einer Woche war wegen des Warnstreiks fast das gesamte Lufthansa-Flugprogramm von rund 1700 Flügen ausgefallen, rund 150 000 Passagiere kamen nicht an ihr Ziel.

Verdi verlangt für das Bodenpersonal 5,2 Prozent mehr Geld und Jobgarantien während des laufenden Sparprogramms. Die Airline hat ein nach Geschäftsbereichen abgestuftes Angebot vorgelegt, das in der Spitze für die Techniker rund 3 Prozent Lohnplus in einem Zeitraum von 29 Monaten gebracht hätte. Über Jobgarantien will Lufthansa nur bei Gegenleistungen etwa bei der Arbeitszeit verhandeln. Da bereits ein weiterer Termin für Anfang Juni vereinbart ist, ist in der bis Dienstag terminierten Runde nicht mit einem Abschluss zu rechnen.

Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle schloss erneut
auch einen unbefristeten Arbeitskampf nicht aus. «Wir müssen möglicherweise noch einige Male streiken», sagte Behle der «Frankfurter Rundschau» (Montag). Ein unbefristeter Ausstand könne Anfang Juni nach einer Urabstimmung beschlossen werden. Die Zeit dränge, denn am 1. Juli starte die neue Germanwings, sagte die Verdi-Funktionärin.

Die Lufthansa-Tochter übernimmt nach und nach von der Lufthansa alle Flüge innerhalb Deutschlands und Europas, die nicht über München oder Frankfurt gehen. Davon seien viele Beschäftigte des Bodenpersonals an kleineren Flughäfen betroffen, sagte Behle. Dafür gebe es bislang aber keinerlei Regelungen.

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