Eon
Zentrale von Eon-Ruhrgas in Essen: Dem Sparkurs von Eon fallen in Deutschland 6500 Arbeitsplätze zum Opfer. Archivfoto: Marius Becker

Zentrale von Eon-Ruhrgas in Essen: Dem Sparkurs von Eon fallen in Deutschland 6500 Arbeitsplätze zum Opfer. Archivfoto: Marius Becker

dpa

Zentrale von Eon-Ruhrgas in Essen: Dem Sparkurs von Eon fallen in Deutschland 6500 Arbeitsplätze zum Opfer. Archivfoto: Marius Becker

Düsseldorf (dpa) - Der Umbau des Energiekonzerns Eon birgt nach Ansicht der Gewerkschaft Verdi trotz Abbaus von weltweit 11 000 Stellen Chancen. Das sagte Verdi-Bundesvorstand Erhard Ott auf WDR2.

Ott zufolge könnten neue Beschäftigungsfelder geschaffen werden, sofern sich das Unternehmen in Zukunft zum Beispiel stärker auf erneuerbare Energien oder die dezentrale Erzeugung von Strom konzentriere. Der Konzernumbau sei «dynamisch». Deshalb könne man gegenwärtig keine konkrete Zahl nennen, wie viele Arbeitsplätze bis Ende 2016 tatsächlich wegfallen.

Ott verteidigte die Einigung der Gewerkschaften mit Eon. Zu betriebsbedingten Kündigungen werde es nur kommen, «wenn alle Stricke reißen». Die Tarifkommission habe dem Kompromiss am Dienstag mit ganz wenigen Gegenstimmen zugestimmt. «Ich bin sicher, dass nach den Monaten der Unsicherheit die Beschäftigten anerkennen, dass wir hier einen Rahmen geschaffen haben, der sie weitestgehend sozial absichert», sagte Ott.

Die Vereinbarung sieht Vorruhestandsregelungen, Abfindungen, die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sowie die Einrichtung einer Transfergesellschaft vor. Eon will in Deutschland rund 6000 Arbeitsplätze streichen, ohne dass es zu Entlassungen kommt. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 2016. Mit dem Personalabbau will Eon seine Kosten senken und so mehr Spielraum für Investitionen gewinnen.

Ott sagte, es sei gelungen, in den nächsten Jahren mindestens 200 Auszubildende unbefristet in den Konzern zu übernehmen und die weiteren Azubis befristet. «Der Umbau ist gleichzeitig auch ein Verjüngungsprozess im Konzern.»

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