Hier sieht man ein Gewerkschaftsmitglied mit einer Trillerpfeife im Mund. Verdi hatte in Bayern Erfolg: Die Arbeitnehmer können mit mehr Lohn rechnen. Foto: Patrick Seege/Archiv
Hier sieht man ein Gewerkschaftsmitglied mit einer Trillerpfeife im Mund. Verdi hatte in Bayern Erfolg: Die Arbeitnehmer können mit mehr Lohn rechnen. Foto: Patrick Seege/Archiv

Hier sieht man ein Gewerkschaftsmitglied mit einer Trillerpfeife im Mund. Verdi hatte in Bayern Erfolg: Die Arbeitnehmer können mit mehr Lohn rechnen. Foto: Patrick Seege/Archiv

dpa

Hier sieht man ein Gewerkschaftsmitglied mit einer Trillerpfeife im Mund. Verdi hatte in Bayern Erfolg: Die Arbeitnehmer können mit mehr Lohn rechnen. Foto: Patrick Seege/Archiv

München (dpa) - Rund eine viertel Million Beschäftigte im Groß- und Außenhandel in Bayern bekommen demnächst mehr Geld. Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigten sich im Tarifkonflikt, wie der Landesverband Groß- und Außenhandel am Abend mitteilte.

Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Er sieht vor, dass die Löhne und Gehälter nach zwei Null-Monaten um 3,0 Prozent und nach 12 Monaten um weitere 2,1 Prozent steigen. Wer Gehalt bezieht, bekommt 2014 außerdem einmalig 90 Euro, Lohnempfänger einmalig 120 Euro.

Die Gewerkschaft hatte für die rund 240 000 Beschäftigten der Branche in Bayern 6,5 Prozent, mindestens aber 140 Euro mehr verlangt. «Es ist ein Kompromiss», sagte Verdi-Verhandlungsführer Stefan Kraft der Nachrichtenagentur dpa nach der Verhandlung. «Die Arbeitgeber haben sich schon bewegt.»

Auch Verbandschef Alois Wiedemann zeigte sich weitgehend zufrieden. «Die Null-Monate helfen vor dem Hintergrund der aktuell gedämpften Geschäftsentwicklung, den Abschluss wirtschaftlich zu verkraften», sagte er einer Mitteilung zufolge. Dennoch liege die wirtschaftliche Belastung über dem, was viele bayerische Großhändler als akzeptabel bewerteten.

Abgeschafft haben die Tarifpartner die bisher in Bayern geltende Altersstufenregelung für Angestellte. Sie verstieß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das verbietet, Arbeitnehmer aufgrund ihres Alters ungleich zu behandeln. Die Staffelung der Gehälter orientiert sich nun daran, wie lange ein Mitarbeiter eine Tätigkeit schon ausübt.

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