Möbelmesse imm cologne
Die Möbelmesse imm cologne findet vom 13.-19. Januar 2014 in Köln statt. Foto: Oliver Berg

Die Möbelmesse imm cologne findet vom 13.-19. Januar 2014 in Köln statt. Foto: Oliver Berg

dpa

Die Möbelmesse imm cologne findet vom 13.-19. Januar 2014 in Köln statt. Foto: Oliver Berg

Köln (dpa) - In vielen Möbelhäusern sind Betten, Sofas oder Tische nach Ansicht des Herstellerverbands unattraktiv und fantasielos aufgebaut.

Vergleiche man beispielsweise Handy-Läden mit einem Durchschnitts-Möbelhaus, zeige sich: «Auf der einen Seite stehen Marken und perfekte Produktpräsentation, auf der anderen oftmals anonyme Ware, lieblos aneinandergereiht», kritisierte der Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), Elmar Duffner, im Vorfeld der Internationalen Möbelmesse IMM in Köln. Dort zeigen von Montag an etwa 1100 Aussteller Neuheiten rund um die Themen Wohnen und Einrichten.

Die Branche erhofft sich von der Leitmesse neue Impulse, denn das vergangene Jahr ist für die deutschen Möbelhersteller enttäuschend verlaufen: Entgegen den eigenen Erwartungen sank der Umsatz 2013 um 3,5 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro.

Als eine Ursache nannte der VDM die schwierige Marktsituation in den europäischen Hauptabnehmerländern Frankreich, Niederlande und Österreich. Doch auch im Inland, wo 70 Prozent des Umsatzes gemacht werden, gingen die Erträge zurück - und das, obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Möbelindustrie ideal gewesen seien.

«Wir befinden uns beim Konsum in einem direkten Konkurrenzkampf mit anderen Branchen. Tablets, Smartphones oder Reisen begeistern die Verbraucher offensichtlich mehr als Möbel», sagte VDM-Präsident Duffner. Dem Möbelhandel gelinge es nicht, beim Verbraucher Begehrlichkeiten für Möbel zu wecken. Stattdessen entstehe durch ständige Rotstiftpreise ein Eindruck von Beliebigkeit und Verramschung.

«Wir müssen gemeinsam mit dem Handel innovativere Vermarktungsstrategien finden», forderte Duffner. So müsse neben einer attraktiveren Produktpräsentation ein größerer Schwerpunkt auf Qualität und Beratung gelegt werden.

Zur eine Woche dauernden IMM erwartet die Kölner Messegesellschaft rund 120 000 Besucher. Das sind gut 20 000 weniger als im vergangenen Jahr, als die turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindende Küchenausstellung «Living Kitchen» zusätzliche Gäste angezogen hatte. Während von Montag bis Donnerstag nur Fachbesucher Einlass haben, ist die IMM von Freitag bis Sonntag für jedermann geöffnet.

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