Zeitarbeitsmesse
In diesem Jahr könnte es erstmals mehr als eine Million Leiharbeiter geben.

In diesem Jahr könnte es erstmals mehr als eine Million Leiharbeiter geben.

dpa

In diesem Jahr könnte es erstmals mehr als eine Million Leiharbeiter geben.

Hamburg (dpa) - Die Zeitarbeitsfirmen in Deutschland rechnen für dieses Jahr erstmals mit mehr als einer Million Leiharbeitern. In fast allen Branchen würden händeringend Fachkräfte gesucht, selbst Hilfskräfte seien in einigen Bereichen knapp, so der Präsident des Bundesverbands Zeitarbeit (BZA).

«Die Krise haben wir längst abgehakt», sagte Präsident Volker Enkerts dem «Hamburger Abendblatt». Nach neuesten Zahlen arbeiteten im Oktober bundesweit 923 000 Menschen in der Branche, dies seien rund 100 000 mehr als zu Vorkrisenzeiten.

Der BZA-Präsident forderte angesichts der für Mai geplanten Öffnung des Arbeitsmarktes für Kräfte aus Osteuropa Lohnuntergrenzen. «Wir brauchen dringend einen Mindestlohn für die Zeitarbeit, um Lohndumping in der Branche zu verhindern.» Es sei wichtig, dass Osteuropäer künftig nicht zu deutlich schlechteren Konditionen ihre Arbeitskraft in Deutschland anbieten und damit den gesamten Markt schädigen.

Der Mindestlohn sollte sich an den Zeitarbeitstarifen orientieren, die mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ausgehandelt wurden: Das wären 7,79 Euro in Westdeutschland und 6,89 Euro im Osten, schlägt Enkerts vor.

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