Weltrekord: In Venezuela stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 27,6 Prozent. Foto: Jens Büttner (Symbolbild)
Weltrekord: In Venezuela stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 27,6 Prozent. Foto: Jens Büttner (Symbolbild)

Weltrekord: In Venezuela stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 27,6 Prozent. Foto: Jens Büttner (Symbolbild)

dpa

Weltrekord: In Venezuela stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 27,6 Prozent. Foto: Jens Büttner (Symbolbild)

Caracas/São Paulo (dpa) - Venezuela hat 2011 erneut eine der weltweit höchsten Inflationsraten verzeichnet. Nach Angaben der venezolanischen Zentralbank von Donnerstag stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 27,6 Prozent. Im Jahr zuvor (2010) lag die Teuerungsrate bei 27,2 Prozent.

Allerdings habe sich die Inflationstendenz im vierten Quartal 2011 abgeschwächt, hieß es in einer Erklärung der Banco Central de Venezuela (BCV). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südamerikanischen Landes konnte dagegen nach Angaben der BCV im vorigen Jahr um 4,0 Prozent zulegen. Damit lag die Wachstumsrate um das Doppelte über dem offiziellen Ziel.

2010 hatte Venezuelas Wirtschaft einen Rückgang um 1,5 Prozent verzeichnet. Venezuela ist größter Erdölexporteur Lateinamerikas und finanziert aus diesen Einnahmen nahezu die Hälfte seines Staatsetats.

Im Nachbarland Brasilien ist die Inflationsrate unterdessen im vorigen Jahr auf den höchsten Stand seit 2004 gestiegen. Die Verbraucherpreise zogen 2011 insgesamt um 6,5 Prozent an, wie das staatliche Institut für Geografie und Statistik (IBGE) am Freitag mitteilte. 2004 hatte sie bei 7,6 Prozent gelegen. Auch im Vorjahresvergleich war es ein Anstieg, denn 2010 erreichte die Inflationsrate 5,91 Prozent.

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