General Electric ist der Erzrivale von Siemens. Beide bauen Windkraftanlagen, Gasturbinen und medizinische Apparate.
General Electric ist der Erzrivale von Siemens. Beide bauen Windkraftanlagen, Gasturbinen und medizinische Apparate.

General Electric ist der Erzrivale von Siemens. Beide bauen Windkraftanlagen, Gasturbinen und medizinische Apparate.

dpa

General Electric ist der Erzrivale von Siemens. Beide bauen Windkraftanlagen, Gasturbinen und medizinische Apparate.

Fairfield (dpa) - Das US-Industrieschwergewicht General Electric kommt auf Touren. Im Schlussquartal konnte der Siemens-Konkurrent nach andauernden Umsatzrückgängen wieder zulegen und auch seinen Gewinn kräftig steigern.

«GE hat das Jahr mit Schwung beendet», sagte Konzernchef Jeff Immelt am Freitag. Vorbörslich legte die Aktie um satte 4 Prozent zu. General Electric gilt angesichts seiner breiten Angebotspalette als Gradmesser für die gesamte US-Wirtschaft.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 Prozent auf 41,4 Milliarden Dollar. Dank kräftiger Einsparungen stieg der Gewinn sogar um 52 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr summierte sich der Gewinn auf unterm Strich 11,3 Milliarden Dollar. Immelt bekräftigte seine Erwartung, dass GE in diesem und dem kommenden Jahr noch mehr verdienen werde.

Der Konzernchef hat allen Grund, hoffnungsvoll zu sein. Die Bestellungen legten durch die Bank zu. Vor allem das in der Wirtschaftskrise arg zurückgegangene Industriegeschäft kommt auf Touren. Hier konkurriert GE auf vielen Feldern mit Siemens. Beide bauen Windkraftanlagen, Gasturbinen, Züge oder medizinische Apparate.

Die Deutschen waren dank eines rechtzeitig angestoßenen Konzernumbaus wesentlich besser durch die Krise gekommen, während GE unter seiner gewichtigen Finanzsparte litt. «GE ist zurück», hatte Immelt aber kürzlich verkündet. Treiber waren im Schlussquartal das Transport- und Gesundheitsgeschäft. Auch bei der Film- und Fernsehtochter NBC Universal lief es besser. GE übergibt die Mehrheit an der Senderkette demnächst an den Kabelnetzbetreiber Comcast.

Der krisengeschüttelte Finanzarm erholte sich in Riesenschritten und steuerte im Schlussquartal eine satte Milliarde Dollar zum Gewinn bei. Im Vorjahreszeitraum war GE noch froh, mit der Sparte überhaupt etwas zu verdienen. GE hatte sich wie so viele Konkurrenten mit Hypotheken verspekuliert. In der Folge stutzte das Unternehmen die Sparte zurecht. Sie gehört aber immer noch zu den größten Finanziers des Landes.

In Deutschland ist GE vor allem mit seiner Windanlagen-Fertigung und einer starken Forschung vertreten. Gerade das Energiegeschäft schwächelte zuletzt aber noch. Ein leicht gestiegener Auftragseingang lässt das Unternehmen auch hier auf eine Trendwende hoffen.

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