US-Finanzminister Lew
US-Finanzminister Jacob Lew: Die USA kritisieren die großen deutschen Handelsbilanzüberschüsse. Foto: Wolfgang Kumm /Archiv

US-Finanzminister Jacob Lew: Die USA kritisieren die großen deutschen Handelsbilanzüberschüsse. Foto: Wolfgang Kumm /Archiv

dpa

US-Finanzminister Jacob Lew: Die USA kritisieren die großen deutschen Handelsbilanzüberschüsse. Foto: Wolfgang Kumm /Archiv

Cairns (dpa) - US-Finanzminister Jack Lew appelliert an Länder mit Exportüberschüssen, die Inlandsnachfrage anzukurbeln.

Vor dem Treffen der Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) im australischen Cairns forderte Lew am Freitag Länder mit Überschüssen in der Leistungsbilanz auf, so mehr für die weltweite Konjunktur zu tun.

«Die Weltwirtschaft bleibt hinter den Erwartungen zurück, vor allem in der Euro-Zone und in Japan, und einige Schwellenländer schwächeln auch», sagte Lew bei einem Gespräch mit seinem australischen Kollegen Joe Hockey. «Es muss mehr getan werden, um schnelleres und ausgeglicheneres Wachstum zu erreichen, vor allem in den Ländern mit Überschüssen, und es muss etwas für die Beschäftigung getan werden.» Sowohl öffentliche als auch private Investitionen seien nötig.

Auch Deutschland steht als Überschussland oft am Pranger mit dem Argument, es tue nicht genug als Lokomotive für die EU-Wirtschaft. Berlin lehnt Konjunkturspritzen auf Pump aber ab und wirbt stärker für Privatinvestitionen. «Vorwürfe an Deutschland, wir würden zu wenig investieren, gehen ins Leere», sagte Martin Jäger, Sprecher des Bundesfinanzministeriums, vor der Abreise mit Finanzminister Wolfgang Schäuble nach Cairns. Deutschland investiere in erheblichem Umfang. Die G20-Minister und -Notenbankchefs tagen am Samstag und am Sonntag.

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