Dass ein Premium-Autobauer wie Daimler in der Wirtschaftskrise und einer staatlich befeuerten Kleinwagen-Verkaufsoffensive keine strahlende Bilanz erarbeiten kann, leuchtet ein. Aber ein Konzernverlust von 2,6 Milliarden ist mehr als empfindlich.

Trotzdem sind die Stuttgarter mit guter Hoffnung ins neue Jahr gestartet. Die Nachfrage nach Preiswert-Autos scheint vorerst befriedigt, die Branche hofft wieder auf mehr Erfolg im Segment der gediegenen Karossen. Fragt sich nur: Was unternimmt Daimler 2010 mehr, als "weiter so" Mercedes zu bauen?

Gefragt sind serientaugliche Antriebs-Alternativen - da muss Daimler noch zeigen, wo es langgeht. Viel Geld lässt sich in der Kompakt-Klasse verdienen - die VW-Familie, deren Kinder munter miteinander konstruieren und kombinieren, gibt ein Paradebeispiel. Daimler, ohne Familie, muss dazu über den eigenen Schatten springen und Kooperationen eingehen - etwa mit Renault. Aber was soll’s - wenn am Ende die Bilanz stimmt?

wolfgang.radau@wz-plus.de

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