General Motors und Volkswagen haben erneut den Kürzeren gezogen: Toyota war 2013 wieder der weltweit größte Autobauer. Foto: Uli Deck
General Motors und Volkswagen haben erneut den Kürzeren gezogen: Toyota war 2013 wieder der weltweit größte Autobauer. Foto: Uli Deck

General Motors und Volkswagen haben erneut den Kürzeren gezogen: Toyota war 2013 wieder der weltweit größte Autobauer. Foto: Uli Deck

dpa

General Motors und Volkswagen haben erneut den Kürzeren gezogen: Toyota war 2013 wieder der weltweit größte Autobauer. Foto: Uli Deck

Berlin/Tokio/Seoul (dpa) - Das Rennen um den Titel des weltweit größten Autobauers wird immer enger: Zwar verteidigte Toyota die Spitzenposition 2013, der Abstand zu den Rivalen General Motors und Volkswagen aber ist knapper geworden.

Die Japaner setzten im vergangenen Jahr insgesamt 9,98 Millionen Fahrzeuge weltweit ab. Das war ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In diesem Jahr rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,32 Millionen Stück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Hinter den Japanern liefern sich die Opel-Mutter General Motors (GM) und Volkswagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. GM verkaufte 2013 rund 9,71 Millionen Autos, der VW-Konzern kam - die schweren Lastwagen der Marken Scania und MAN eingerechnet - auf «über» 9,7 Millionen Fahrzeuge. Die exakte Zahl steht aber noch aus. Bis 2018 will Volkswagen zur Nummer eins der Autowelt aufsteigen.

Der Vorsprung von Toyota ist allerdings kleiner geworden. 2012 lag Toyota bei einem Absatz von 9,75 Millionen, GM bei 9,3 Millionen und VW bei 9,07 Millionen Fahrzeugen. Im Jahr zuvor war Toyota wegen der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe und den Folgen zurückgeworfen worden.

Obwohl General Motors bei den Verkaufszahlen auf einer Stufe mit Volkswagen steht, sieht Ex-GM-Chef Dan Akerson den Konzern bei der Produktionsstrategie erst in fünf bis sechs Jahren in Schlagdistanz zu den Wolfsburgern. «VW ist gut in Modulen, die sie in der Produktion für sehr billige und etwas teurere Autos verwenden», sagte Akerson dem «Handelsblatt» (Donnerstag). So eine Baukastenstrategie habe GM lange abgelehnt: «Aber die Einsparungen im Einkauf sind groß.»

Seine Nachfolgerin Mary Barra müsse Komplexität aus dem US-Konzern herausnehmen und etwa die Zahl der Plattformen reduzieren, sagte Akerson. «Am Ende des Jahrzehnts werden wir es mit Volkswagen oder Toyota aufnehmen können.»

Einen positiven Ausblick gab es von Akerson für die GM-Tochter Opel. Zwar macht Opel trotz Fortschritten noch immer Verluste. Zuletzt wurde das Minus aber immer kleiner - auch, weil das Unternehmen die Kosten abgebaut habe, sagte der im Januar ausgeschiedene GM-Chef. Wenn Opel in den nächsten Jahren noch ein oder zwei Prozentpunkte Marktanteil gewinne, werde die Kostenstruktur wettbewerbsfähig: «Opel wird die Kurve kriegen und Mitte des Jahrzehnts schwarze Zahlen schreiben.»

Hinter Toyota, GM und Volkswagen lauern auch die südkoreanischen Autobauer Hyundai/Kia. In diesem Jahr wollen Hyundai und Kia weltweit mindestens 7,9 Millionen Autos verkaufen, nach 7,56 Millionen im Vorjahr. Vor allem die Verkäufe auf den Auslandsmärkten sollen das Wachstum fördern.

Hyundai verpasste trotz des höheren Absatzes im vergangenen Jahr aber den Rekordgewinn von 2012 knapp, wie der Konzern mitteilte. Demnach fiel der Überschuss um 0,7 Prozent auf knapp neun Billionen Won (etwa 6,2 Milliarden Euro). Dafür machte Hyundai Produktionsverluste durch Streiks, die schleppende Nachfrage im Inland sowie Währungsschwankungen verantwortlich.

Die weltweite Autoindustrie ist laut Prognosen auch in diesem Jahr auf Wachstumskurs. Hauptreiber dabei sind die größten Märkte China und USA. In Westeuropa dürften sich die Verkäufe nach einer langen Talfahrt zumindest stabilisieren.

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