Bei einer Pressekonferenz will ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz am Mittwochnachmittag in Düsseldorf das Programm vorstellen.

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Mit einem bundesweiten Aktionstag protestierten verganene Woche Tausende Mitarbeiter von ThyssenKrupp gegen einen drohenden Stellenabbau.

Mit einem bundesweiten Aktionstag protestierten verganene Woche Tausende Mitarbeiter von ThyssenKrupp gegen einen drohenden Stellenabbau.

dpa

Mit einem bundesweiten Aktionstag protestierten verganene Woche Tausende Mitarbeiter von ThyssenKrupp gegen einen drohenden Stellenabbau.

Essen. Der Aufsichtsrat des größten deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp will am Mittwoch  die Weichen für den tiefgreifendsten Umbau in der Unternehmensgeschichte stellen. Die anhaltende Krise im wichtigsten Geschäftsbereich Stahl zwinge den Konzern zu einem umfangreichen Kostensenkungsprogramm, hatte das Unternehmen am Dienstag mitgeteilt.

Die IG Metall befürchtet dadurch den Abbau von bis zu 5000 der weltweit 200 000 Arbeitsplätze im Konzern. Am Montag hatten rund 15 000 Beschäftigte mit bundesweiten Aktionen gegen die drohenden Einschnitte protestiert.

Bei einer Pressekonferenz will ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz am Mittwochnachmittag in Düsseldorf das Programm vorstellen. Das Unternehmen hatte am Dienstag eine grundlegende strategische Neuordnung angekündigt, ohne dabei jedoch Einzelheiten zu nennen. «Diese Maßnahmen werden entscheidend dazu beitragen, die künftige Ertragskraft des Konzerns erheblich zu stärken», hieß es in dem Papier.

Der größte deutsche Stahlkonzern war im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen gerutscht und rechnet nun auch für das Gesamtjahr mit einem Verlust. Hintergrund sind neben der Stahlkrise auch die hohen Anlaufkosten für zwei im Bau befindliche Stahlwerke in Brasilien und den USA.

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