Verkauf könnte am Dienstag besiegelt werden.

Krefeld/Bochum. Im Ringen um den Verkauf der ThyssenKrupp-Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Konkurrenten Outokumpu steht eine Entscheidung bevor. Derzeit laufen unter Hochdruck Verhandlungen zwischen der Arbeitnehmerseite und dem Konzern. Eine Entscheidung ist nach Angaben der Beteiligten noch nicht gefallen. Für kommende Woche hat Thyssen-Krupp aber eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung mit dem Tagesordnungspunkt Inoxum einberufen. Die IG Metall betonte, dass es am Dienstag zur Entscheidung kommen solle.

Die Beschäftigten befürchten vor dem Hintergrund von Überkapazitäten, dass bei einem Verkauf Betriebsteile geschlossen und in einer ersten Welle 1000 Jobs gestrichen werden. Sie beharren auf dem Erhalt der Flüssigphasen in den Werken Bochum und Krefeld und auf den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Ohne diese Zusagen der Finnen wollen die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat dem Verkauf nicht zustimmen.

Outokumpu gehört zu den weltweit sechs größten Herstellern von Edelstahl. Das finnische Unternehmen beschäftigt 8500 Beschäftigte in 30 Ländern.

Die Bilanz für 2011 will Outokumpu am nächsten Mittwoch veröffentlichen – 2010 machten die Finnen wie schon in den zwei Jahren zuvor Verluste: Bei 4,2 Milliarden Euro Umsatz betrug das Minus 124 Millionen Euro. Im dritten Quartal 2011 war ein erneuter Verlust von 135 Millionen Euro aufgelaufen.

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