Gemüsebauern mussten während der EHEC-Krise schwere Verluste einstecken.
Gemüsebauern mussten während der EHEC-Krise schwere Verluste einstecken.

Gemüsebauern mussten während der EHEC-Krise schwere Verluste einstecken.

dpa

Gemüsebauern mussten während der EHEC-Krise schwere Verluste einstecken.

Düsseldorf (dpa) - Die EHEC-Krise hat vor allem bei Discountern wie Aldi oder Lidl zu Umsatzeinbrüchen beim Gemüse geführt. Das berichtet die «Wirtschaftswoche» unter Berufung auf eine Untersuchung des Marktforscher GfK.

Demnach kauften Discounter-Kunden zum Höhepunkt der EHEC-Krise in der ersten Juni-Woche rund ein Drittel weniger Gemüse als im Vorjahreszeitraum. Auch in den folgenden Wochen erlitten die Discounter stärkere Nachfrageeinbußen als Supermärkte und SB-Warenhäuser. Biomärkte konnten anfangs sogar von der Krise profitieren. Erst als sich abzeichnete, dass der Keim möglicherweise von deutschen Höfen stammte, sei auch Bioware stärker unter Druck geraten, berichtet die GfK.

Insgesamt ging der Gemüseumsatz den Marktforschern zufolge im Juni um fast 16 Prozent zurück. Am schlechtesten verkauften sich Gurken, vor deren Verzehr das Robert Koch-Institut gewarnt hatte. Der Umsatz damit fiel im Vergleich zum Vorjahr bei konventionell produzierter Ware um mehr als 40 Prozent, bei Tomaten und Salat um mehr als 30 Prozent. Der Verkauf von Bioware ging hingegen deutlich weniger stark zurück.

Für die betroffenen Gemüsebauern in Europa hat die EU ein Entschädigungsprogramm in Höhe von 210 Millionen Euro aufgelegt. Der Handel hatte mit Blick auf die Umsatzeinbußen auch einen Ausgleich gefordert, war damit aber nicht erfolgreich.

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